Vernissage in St. Maria in Lyskirchen:„Artist in Residence“: Christian Behre präsentiert sein Projekt ab 28. April

Seit dem 1. März lebt und arbeitet der junge Künstler Christian Behre vor Ort im Rahmen des Residenzprogramms der Künstlerseelsorge im Erzbistum Köln sowie der Künstler-Union Köln (KUK). Während dieser Zeit entwickelte er sein Projekt im regen Austausch mit der Gemeinde.
„Das Programm ‚Artist in Residence‘ eröffnet kreative Räume für neue Perspektiven auf Glauben, Kunst und Gesellschaft. Die direkte Begegnung zwischen Künstler und Gemeinde ist dabei von besonderer Bedeutung“, betont Patrick Oetterer, Diakon und Künstlerseelsorger im Erzbistum Köln.
Projekt „Rekonstruktion & Simulation“
Im Zentrum von Behres Arbeit steht die künstlerische Auseinandersetzung mit zerstörten und verschollenen Kunstwerken. Anhand ausgewählter Beispiele untersucht er deren ursprüngliche Bedeutung in religiösen und gesellschaftlichen Kontexten und stellt die Frage, welche Rolle ihr Verlust für die Gegenwart spielt. „Mein Projekt entstand aus dem Gedanken heraus, Verlorenes oder Zerstörtes wieder erlebbar zu machen und sich so wieder neu damit auseinandersetzen zu können. Wichtig war mir dabei auch, Umstände des Verlusts sichtbar zu machen“, erklärt Behre.
Der Schwerpunkt liegt darauf, zwei identische Rekonstruktionen eines Kunstwerks anzufertigen – in seinem Zustand vor der Zerstörung. Eine dieser Versionen wird im weiteren Verlauf bewusst zerstört. Dadurch entsteht ein Spannungsfeld zwischen Rekonstruktion und Verlust, das zur Reflexion über Erinnerung, Vergänglichkeit und kulturelles Gedächtnis anregt.
Zum Künstler
Seit 2018 studiert Christian Behre an der Kunstakademie Düsseldorf. Seine Motivation für die Teilnahme am „Artist in Residence“-Programm liegt in seinem Interesse an zerstörten sakralen Kunstwerken und deren ursprünglichem Kontext. Mit seinem Projekt „Rekonstruktion & Simulation“ verfolgt er das Ziel, verlorene Kunst neu erfahrbar zu machen und zugleich die Bedingungen ihres Verschwindens sichtbar zu reflektieren. Der Dialog mit der Gemeinde ist dabei ein wesentlicher Bestandteil seines künstlerischen Ansatzes.
Ausstellungsdetails
Ort: St. Maria in Lyskirchen
Eröffnung: 28. April 2026, 19 Uhr
Ausstellung: 29. April bis 12. Mai 2026, 10-17:30 Uhr
Weitere Einblicke in die Arbeit des Künstlers sind auf Instagram verfügbar.
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