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Feierstunde im und Stelen rund um den Dom:Bistumsjubiläum: 1700 Jahre in sechs Schlaglichtern

Datum:
30. Sept. 2013
Von:
pek

Erzbistum Köln. In sechs Schlaglichtern wurde die 1700-jährige Geschichte des Erzbistums Köln bei einer Feierstunde am Sonntag im Kölner Dom zusammengefasst. Der Auftakt der Jubiläumsfeierlichkeiten stand unter dem Motto „Große Geschichte – 1700 Jahre Erzbistum Köln".

Der Historiker Professor Heinz Finger warf das erste Schlaglicht auf die urkundlichen Erwähnungen des Bistums in den Jahren 313 und 314, in denen der vermutlich erste Kölner Bischof Maternus bezeugt wird. Die folgenden Schlaglichter wurden auf ganz unterschiedliche Weise dargestellt. Eine Präsentation der Klosterruine Heisterbach verdeutlichte die Säkularisation und Zeitzeugen berichteten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges und der anschließenden Aufbauzeit. Mit dem berühmten Kölner Adolf Kolping, Begründer des Kolpingwerks, beschäftigte sich der Jungrapper Simon Mohr. Mit dem "Kolping-Rap" fand eine ungewöhnliche Musikrichtung in den Kölner Dom Einzug.

Nach der Feierstunde im Dom wurde auf dem Roncalliplatz mit Kölsch und Gulasch weitergefeiert. An der Feierstunde nahmen Kölns Oberbürgermeister Jürgen Roters, der Bischof von Trier Stephan Ackermann und der Bischof von Limburg Franz-Peter Tebartz van-Elst teil.

Zuvor hatte am Vormittag der Kölner Kardinal Joachim Meisner in einem Pontifikalamt an die 1700-jährige Geschichte des Erzbistums erinnert. Das Bistum sei in dieser Zeit immer ein "Vorposten des Evangeliums" gewesen. Das müsse auch für die Zukunft gelten. Europa müsse christlich bleiben, unterstrich Meisner. Es müsse alles von den Menschen ferngehalten werden, "was einer Entchristlichung weiterhin Vorschub leisten kann."

Der Kölner Erzbischof warnte in seiner Predigt zugleich davor, Religion und Leben zu trennen. Was zusammengehört, dürfe nicht auseinandergerissen und getrennt werden oder in einem allmächtigen Staat bzw. einer allmächtigen Gesellschaft aufgehen.

Auf dem  Roncalliplatz standen derweil 19 Stelen, auf denen die Geschichte des Erzbistums dargestellt wird. Diese Ausstellung geht nun auf Reisen und ist ein Jahr lang im monatlichen Wechsel an vielen unterschiedlichen Orten im Erzbistum zu sehen. So werden im Januar 2014 beispielsweise zehn Stelen in Bonn, sechs in Siegburg zur 950-Jahr-Feier und drei in Bornheim-Sechtem zum „Forum Lebendige Gemeinde" aufgestellt. Im März 2014 sind die Stelen in Düsseldorf unter anderem im Medienhafen, im Landtag und an der Rheinpromenade zu sehen.

Von September bis Februar gibt es eine Reihe mit Vorträgen von Theologen zur Kölner Bistumsgeschichte im Kölner „Domforum". Eine limitierte Gedenkmedaille "1700 Jahre Erzbistum Köln 2013" gibt es in zwei Varianten; in Feinsilber zum Preis von 39,90 Euro und in Feingold (999.9) für 799,00 Euro. Alle Medaillen sind durchnummeriert. Vom Erlös der Silberausführung gehen je 2,50 Euro, von der Goldausführung je 15,00 Euro an die neu gegründete "Erzbischöfliche Archiv- und Bibliothek-Stiftung". Deren Ziel ist die Bewahrung, Sicherung und Aufbereitung von Materialien aus kirchlichen und weltlichen Archiven und Bibliotheken.

 

Große Geschichte in einem Handbuch

 

Vor 1700 Jahren war der heilige Maternus Bischof von Köln. Seitdem ist die Geschichte des Erzbistums Köln von der Antike über das Mittelalter bis heute mit der Geschichte der Region verknüpft. Für das Jubiläum des Erzbistums Köln haben die beiden Wissenschaftler Dr. Ulrich Helbach und Dr. Joachim Oepen diese Geschichte in einem Handbuch zusammengefasst. „Spannend und wie ich finde sehr gut lesbar vermitteln beide Autoren lebendige Eindrücke vom Lauf der Geschichte", kommentierte der heutige Erzbischof Joachim Kardinal Meisner bei der Präsentation des Buches. Auf den 192 Seiten des Buches gibt es 184 farbige Abbildungen, die teilweise zum ersten Mal abgedruckt wurden, und 10 Karten. Für den Erzbischof ist deutlich: „Wir erleben die Spuren des Wirkens Gottes in der Welt, der letztendlich Herr der Geschichte ist. Dies ist kein billiger Triumphalismus, denn auch die Schattenseiten der Kölner Kirchengeschichte dürfen und müssen zur Sprache kommen." Das neue Buch „Kleine illustrierte Geschichte des Erzbistums Köln" ist im Bachem Verlag erschienen (ISBN 978-3-7616-2702-0) und kostet 19,95 Euro.

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