Austausch und Gespräch mit der neugegründeten Pfarrei:Ein Sonntag mit dem Kardinal in Wachtberg und Meckenheim

Kälte draußen, Wärme drinnen
Schon beim Betreten der Pfarrkirche St. Johannes der Täufer war eine besondere Stimmung spürbar. Trotz verschneiter Straßen füllten sich die Bänke schnell. Pfarrer Michael Maxeiner begrüßte die Gemeinde mit einem Lächeln: "Ich freue mich, dass trotz der Kälte so viele von Ihnen gekommen sind." Warum die Leute gekommen waren? Am 11. Januar 2026 empfing die frisch gegründete Kirchengemeinde St. Marien und St. Johannes der Täufer in Wachtberg und Meckenheim den Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki. Der wollte es sich nicht nehmen lassen, gemeinsam mit den Gläubigen das Fest der Taufe des Herrn zu feiern und sie beim Start der neu gegründeten Pfarrei zu bestärken.
Bewegende Messe
Die festliche Messe, begleitet von einem engagierten Chor und zahlreichen Messdienern, wurde zu einem bewegenden Erlebnis. "In einer stimmungsvollen, feierlichen Heiligen Messe mit dem Kardinal kamen Menschen aus vielen Orten zusammen. Die spürbare Gemeinschaft verlieh dem Ganzen einen schönen und festlichen Rahmen", fasste ein Teilnehmer seine Eindrücke zusammen. Eine Gottesdienstbesucherin brachte es auf den Punkt: "Schön war es!"
Kennenlernen der neuen Gemeindemitglieder
Nach der Messe ging es für die Gemeindemitglieder in die Meckenheimer Schützenhalle. Dort wurde nicht nur gegessen und gelacht – es wurde auch tiefgründig gesprochen. In kleinen Gesprächskreisen, angelehnt an die Methode der Weltbischofssynode, tauschten sich die Teilnehmenden über ihre ganz persönlichen Glaubenserfahrungen aus. Eine Teilnehmerin erklärte begeistert: "Es war zutiefst bewegend, wie vertrauensvoll und herzlich fremde Menschen miteinander über ihre ganz persönlichen Glaubenserfahrungen sprechen konnten. Hier spürte ich ganz intensiv eine Glaubensgemeinschaft."
Neues Format für Miteinander und geistlichen Aufbruch
Mit dem Format "Ein Sonntag mit dem Kardinal" setzt Kardinal Woelki einen bewussten Akzent des Miteinanders und des geistlichen Aufbruchs in den frisch fusionierten Pfarreien im Erzbistum Köln. Auch wenn die Strukturen und die Organisation viel Aufmerksamkeit gekostet haben und auch weiterhin kosten werden, können sie nur der Rahmen sein, in dem lebendige Erfahrungsorte des Glaubens entstehen oder gestärkt werden.
Zuversichtig in die Zukunft
Beim gemeinsamen Imbiss nahm sich Kardinal Woelki viel Zeit für die Anliegen und Fragen der Menschen vor Ort. Viele nutzten die Gelegenheit, um mit ihm ins Gespräch zu kommen und der Erzbischof ermutigte die Gläubigen, freimütig und engagiert für den Glauben einzutreten. Pfarrer Maxeiner blickt voller Zuversicht auf die kommenden Monate: "Wir stehen am Anfang einer neuen Kirchengemeinde. Es ist ein langer Weg des weiteren Zusammenfindens und -wachsens, den wir gemeinsam gehen dürfen. Doch im Vertrauen auf den Heiligen Geist wollen wir diesen Weg mutig und hoffnungsvoll gestalten."
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