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Drei Fragen an... Alexandra Katins und Martina Dillmann :Neue Qualifizierungsmaßnahme der Caritas für Menschen mit kognitiver Behinderung

Drei Fragen an ... Alexandra Katins und Martina Dillmann
Datum:
6. Aug. 2026
Von:
Newsdesk
Mit einer Qualifizierungsmaßnahme zur Betreuungskraft eröffnet der Kölner Caritasverband Menschen mit kognitiver Behinderung neue Perspektiven. Martina Dillmann und Alexandra Katins leiten das Projekt im Rahmen der Arbeitsorientierung des Caritasverbandes. Im Interview sprechen sie über dessen Besonderheiten, erste Erfahrungen und seine Chancen.

Was ist das Besondere an der Qualifizierungsmaßnahme zur Betreuungskraft für Menschen mit kognitiver Behinderung? 

Martina Dillmann (MD): In regelmäßigen Schulungseinheiten und Praxismodulen vermitteln externe und interne Dozent:innen angepassten Lernstoff über die prüfungsrelevanten Inhalte der "Qualifizierung zur zusätzlichen Betreuungskraft nach §§ 53b, 43b" in leichter Sprache. Wir erhöhen damit signifikant die Vermittlungschancen für Menschen mit Behinderung (Beschäftigte) auf einen sogenannten "Betriebsintegrierten Arbeitsplatz". So schaffen wir realistische Perspektiven für eine qualifizierte Tätigkeit auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt. 

Welche Erfahrungen haben Sie seit dem Start des Projekts gemacht – und was hat Sie dabei besonders überrascht?

Alexandra Katins (AK): Das Qualifizierungskonzept einerseits und die Persönlichkeit unserer Beschäftigten andererseits überzeugt viele Senioreneinrichtungen. Das ist genau der Einsatzort, in dem die Menschen mit Behinderung, die sich für diese Qualifizierung angemeldet haben, tätig werden wollen. Bereits nach Praktikumsdurchführung, was die Zugangsvoraussetzung für die Qualifizierung ist, konnten wir die ersten Betriebsintegrierten Arbeitsplätze besetzen. 

MD: Dass unsere Beschäftigten hochmotiviert sind, bekommen wir nicht nur von den Dozent:innen gespiegelt, sondern auch von den Einsatzstellen. Über diese Anerkennung und Wertschätzung freuen wir uns natürlich sehr.

Welche Chancen eröffnet die Qualifizierung den Teilnehmenden – und welche Perspektiven sehen Sie für das Projekt?  

AK: Berufliche Teilhabe für Menschen mit Behinderung, noch dazu in wirtschaftlich angespannten Zeiten, ist auch in 2026 noch keine Selbstverständlichkeit. Diese Qualifizierung trägt wesentlich dazu bei, Beschäftigungsgebern Hemmungen zu nehmen und die fachliche Expertise für ihre Zwecke zu nutzen. In Zeiten von Fachkräftemangel ist die Beteilung von Menschen mit Behinderung weit mehr als ein Sozialprojekt, sondern vielmehr ein klarer Mehrwert für die jeweiligen Beschäftigungsgeber. So entstehen eine Win-Win-Situation und gelebte Inklusion.

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