Zum Inhalt springen

Keine Zukunft ohne Hilfe:Kardinal Woelki fordert Debatte zur Lage der Christen im Nahen Osten

Zerstörungen im Südlibanon im Krieg zwischen Israel und der Hisbollah.
Datum:
1. Sept. 2026
Von:
pek260901-rsq
Sie kämpfen ums Überleben: Nach seiner Nahostreise zeigt sich der Kölner Kardinal Woelki tief bewegt und fordert dazu auf, die Not der christlichen Gemeinden endlich ernst zu nehmen.

Heiliges Land/Erzbistum Köln. Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki fordert mehr Aufmerksamkeit in Politik und Gesellschaft für die Lage der Christen im Nahen Osten ein.„Wir müssen über die Not der christlichen Gemeinden in Israel, Palästina und dem Libanon offen reden. Sonst wird sich nie etwas ändern“, erklärte Woelki am Dienstag zum Abschluss seiner einwöchigen Nahostreise.

Während seines Aufenthalts hat der Kardinal die vielseitigen und oft scheinbar unlösbaren Probleme der Christen vor Ort erlebt: „Im Westjordanland klagen Christen über das aggressive Vorgehen radikaler jüdischer Siedler. Der Süden des Libanon wurde im Krieg Israels gegen die Hisbollah völlig zerstört. Die übrig gebliebenen christlichen Dörfer liegen isoliert in einem Niemandsland.“ Hinzu kommen an allen Orten wirtschaftliche Not und die Sorge um die Bildungsmöglichkeiten der Kinder, so Woelki. 

Kardinal Woelki im Gespräch mit Flüchtlingen aus dem Südlibanon.

Zahlreiche Christen sehen in ihrer Heimat keine Zukunft mehr, vor allem junge Menschen: „Viele Familien sind schon ausgewandert. In allen besuchten Ländern haben Menschen ihre Befürchtung geäußert, dass in zehn bis zwanzig Jahren kaum oder überhaupt keine Christen mehr im Nahen Osten leben werden.“

Als Erzbischof von Köln und Präsident des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande (DVHL) will sich Kardinal Woelki dafür einsetzen, dass sich die Lage der Christen verbessert. „Ausgerechnet in den Ländern, in denen Jesus gelebt und gewirkt hat, sind Christen heute in ihrer Existenz bedroht. Es ist unsere Verantwortung als Kirche, ihnen beizustehen“, erklärte der Erzbischof.

Das Erzbistum Köln und der DVHL unterstützen bereits seit Jahren Kirchen und Projekte in der Region. Zum Engagement gehören etwa der Unterhalt oder die Bezuschussung von Schulen, Pflegeheimen oder Krankenhäusern.

Aktuelle Nachrichten aus dem Erzbistum Köln

Service und Kontakt

Service und Kontakt

Pressekontakt

Geschäftszeiten

Kardinal-Frings-Str. 1-3
50668 Köln

Pressekontakt

Geschäftszeiten

Mo-Do: 8.30 - 17 Uhr
Fr: 8.30 - 14 Uhr

Erzbistum Köln
Newsdesk