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Der Klimaaktivist spricht über seine Motivation im Kampf für die Klimawende und unsere Verantwortung als Christen für die Schöpfung und füreinander:Klima+Kirche-Gespräch mit Pater Jörg Alt

Klima+Kirche-Gespräch mit Jörg Alt
Datum:
16. Dez. 2022
Von:
Newsdesk/jpr
Der Klimaaktivist spricht über seine Motivation im Kampf für die Klimawende und unsere Verantwortung als Christen für die Schöpfung und füreinander

Jesuit und Straf­täter – diese beiden Rollen vereint Pater Jörg Alt SJ in seiner Per­son und machen ihn der­zeit zu einem gefrag­ten Gesprächs­part­ner zum Thema Klima­krise. Christian Wein­garten hat den Sozial­wissen­schaftler und katholi­schen Priester am 14. Dezember in der dritten sozial-ökologischen Mittags­pause zu seinem gesell­schafts­poli­tischen Einsatz im Kampf gegen den Klima­wandel befragt.

Ziviler Ungehorsam beschleunigt Bewusstseinswandel 

„Ich kann nicht weiter beten und Segen spenden. Ich muss da mit­machen, denn sonst mache ich mich als Jesuit un­glaub­würdig“, beschrieb Alt seinen persön­lichen Wende­punkt im Jahr 2019, als die Fridays For Future-Bewegung ihm die Bedeu­tung von Kipp­punkten deut­ich machte. In der For­schung bezeich­net man damit die un­um­kehr­baren Folgen des Klima­wandels. „Das war ein Punkt, wo ich fest­ge­stellt habe, dass ich mit meiner her­kömm­lichen Arbeit wie Vor­trägen, Publika­tionen, Kampagnen und so weiter, es einfach nicht recht­zeitig schaffen werde, Beschleuni­gung in die Debatte zu bringen“, so Alt.

Seitdem trifft man ihn beim Retten von abge­laufenen Lebens­mitteln aus Müll­containern und auf Demonstra­tionen der Letzten Generation. „ Diesen jungen Leuten geht es genau um die­selben Sachen wie mir: Glaube, Gerechtig­keit, eine nach­haltige Welt und die Bewahrung der Schöpfung.“ Und um die Mehr­heit zum Wandel zu bewegen, brauche es Menschen, die unignorier­bar und unüber­sehbar die Frage stellen: „Hey Leute, was machen wir hier so, wenn wir uns nicht ändern?“, ist der Jesuiten­pater überzeugt.

Video: Klima+Kirche-Gespräch mit Jörg Alt SJ

Video: Klima+Kirche-Gespräch mit Jörg Alt SJ

Was Jörg Alt konkret von seinen Mitmenschen erwartet und warum er den Protest der Klimaaktivistinnen und -aktivisten unterstützt und für gerecht hält, können Sie in der Aufzeichnung des gesamten Gesprächs vom 14. Dezember nachhören.

Christus als Handlungsvorbild für das Wohl aller Menschen

Bereits heute sei die Situation im globalen Süden aufgrund des Klimawandels katastrophal, weiß Alt und das „sollte uns verdammt nochmal nicht kalt lassen“. Das Problem in unserer Gesellschaft sei jedoch kein Erkenntnisdefizit, sondern ein Umsetzungsdefizit.

Seine Hoffnung auf radikalen Wandel schöpft der Jesuit auch aus seinem Glauben: „Als Christen haben wir jemanden, der uns das alles vorgelebt hat – nämlich Jesus Christus selbst.“ Ihm ging es um das Wohl des Menschen, das er über alles gestellt habe und deswegen sogar Gesetze brach. „Letzen Endes muss sich das Handeln eines jeden Christen daran messen lassen: Fördert unser Handeln oder Unterlassen das Wohl des Menschen, ja oder nein? Und danach müssen wir unser Handeln entweder verändern oder beibehalten und diese Frage muss sich jeder stellen.“

Nächste Klima+Kirche-Gespräche

  • 17. Januar 2023, 12 Uhr: Iris Bettray, Fern­sehpro­duzentin und Au­torin
  • 15. März 2023, 12 Uhr: Barbara Hendricks, Bundesumweltministerin a.D.

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