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Schöpfungsverantwortung an Schulen:Nachhaltigkeit mit Plan im Erzbistum Köln

Ein Foto zeigt Schülerinnen die an einem Modelldachstuhl Dachziegeln montieren.
Datum:
29. Sept. 2026
Von:
Newsdesk/lmi
Gelebte Schöpfungsverantwortung in erzbischöflichen Schulen: ob in Bonn, Köln oder Ratingen – die Schülerinnen und Schüler sind mit Herzblut dabei. Der jährlich aktualisierte Nachhaltigkeitsplan entwickelt dieses Engagement weiter und nimmt auch die Handlungsfelder Mensch, Gebäude, Kirchenland, Mobilität und Beschaffung in den Blick.

Verantwortung für Gottes Schöpfung übernehmen und sie in ihrer Vielfalt und Schönheit für die nachfolgenden Generationen erhalten, ist eine Mission, die zahlreichen ehrenamtlich oder hauptberuflich im Erzbistum Köln tätigen Menschen bereits seit vielen Jahren ein Herzensanliegen ist. Ob Photovoltaikanlagen auf Kirchendächern, energieeffizient sanierte Kindergärten oder bienenfreundliche Vorgärten von Pfarrheimen – die Erzdiözese blüht (auf).

Mit der erstmaligen Veröffentlichung eines ausführlichen Nachhaltigkeitsplans Anfang des Jahres 2026 setzt das Erzbistum den eingeschlagenen Weg hin zu einem schöpfungsfreundlichen und klimapositiven Erzbistum Köln planvoll fort.  

Die Aktivitäten zur Bewahrung der Schöpfung im Nachhaltigkeitsplan lassen sich insgesamt fünf Handlungsfeldern zuordnen: Mensch, Gebäude, Kirchenland, Mobilität und Beschaffung. Sie sind darauf ausgerichtet,

  • die Emissionen von Treibhausgasen schnellstmöglich zu beenden
  • den Verbrauch der materiellen und energetischen Ressourcen auf ein ökologisch verträgliches Maß zu reduzieren und eine Kreislaufwirtschaft zu stärken
  • die Biologische Vielfalt und die Systemfunktionen der Natur zu erhalten und
  • die Folgen des Klimawandels durch Anpassungsmaßnahmen abzuschwächen.

Ein besonderer Schwerpunkt liegt im Handlungsfeld „Mensch“ darauf, umweltgerechtes Handeln an den 33 erzbischöflichen Schulen weiter zu festigen und Schöpfungsverantwortung damit nachhaltig in den Alltag von insgesamt rund 22.700 Schülern zu integrieren. So sind ab jetzt in etwa Nachhaltigkeitsstandards festgelegt, um Schöpfungsverantwortung fest im Schulalltag zu verankern.

Dazu gehören in etwa die Installation von Photovoltaikanlagen, die faire und nachhaltige Beschaffung von Produkten wie Reinigungsmitteln und Papier oder pädagogische Maßnahmen zur Förderung von Fahrradnutzung. Zusammen mit einem Netzwerk aus beauftragten Lehrkräften werden diese kontinuierlich weiterentwickelt und in den Schulen erprobt.

Schöpfungsverantwortung am Clara-Fey-Gymnasium

Schöpfungsverantwortung am Clara-Fey-Gymnasium

Mit Schöpfungsverantwortung und vielen ihrer Facetten haben sich auch die Schülerinnen und Schüler des erzbischöflichen Clara-Fey-Gymnasiums im Rahmen einer Projektwoche beschäftigt. Lassen Sie sich in unserem Video von den begeisterten Schülerinnen und Schülern und der Schulleitung inspirieren!

Wo Nachhaltigkeit bereits auf dem Stundenplan steht – drei Lehrkräfte berichten

Ein Foto zeigt zwei Schüler die auf einen Bildschirm mit einem Diagramm schauen.

Liebfrauenschule Ratingen

Schulen spielen im Erzbistum Köln eine zentrale Rolle bei der Verringerung von CO₂-Emissionen. Das Energiemanagement-Team des Fachbereichs Schöpfungsverantwortung im Erzbistum Köln stattet dazu alle Schulen mit intelligenten Stromzählern, sogenannten „Smart Metern“ aus und wir als Liebfrauenschule Ratingen sind beim Pilotprojekt dabei.

In unserer Technik AG analysieren 24 Schüler die Energieverbräuche der Schule und erkennen, was besonders große Energiefresser sind. Sie sind dann als „Energie-Engel“ unterwegs und sensibilisieren ihre Mitschülerinnen und Mitschüler rund um das Thema Energieeffizienz.

(Klaus Josten)

Ein Foto zeigt eine Schülergruppe auf einer Lichtung im Wald.

Liebfrauenschule Köln

Ab geht es – in den Wald! Jedes Jahr führen die Schülerinnen und Schüler der jeweiligen Jahrgangsstufen 5 an unserem schulinternen „Tag der Nachhaltigkeit“ eine Baumpflanzaktion durch. In unserem Waldstück in Lambachtal bei Gummersbauch durchlaufen sie zunächst ein Stationenlernen zu den Funktionen des Waldes, unterschiedlichen Baumarten und Schädlingen.

Als Tagesabschluss pflanzt jedes Kind einen Baum und es wird im Rahmen eines kleinen Festes gefeiert. Wir schaffen so einen besonderen außerschulischen Lernort, den die Kinder mehrmals in der Schullaufbahn besuchen und der sie so auf ihrem Lebensweg begleitet.

(Christoph Maresch)

Ein Foto zeigt das Modul einer Photovoltaik-Anlage auf einem Modelldach.

Ursulinenschule Köln

Im Rahmen von Workshops im UrsuLabor, einem außerunterrichtlichem MINT-Lernraum, haben unsere Schülerinnen mit fachkundiger Unterstützung selbst ein Modelldach gebaut und darauf Photovoltaik-Module installiert.

Mit dem Projekt konnten wir ganz unterschiedliche Bildungsziele erreichen: Die Schülerinnen erlebten Selbstwirksamkeit im handwerklich-technischen Bereich, erhielten Einblicke in Berufe des Handwerks, der Technik und der Ingenieurwissenschaften und konnten zugleich ein konkretes und praxisorientiertes Verständnis für Energiewende und Umweltschutz erlangen.

(Patricia Kitzelmann)

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