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2026: 100-jähriges Jubiläum:Der Monat der Weltmission

Von:
Matthias Chrobok; Jennifer Stracke
Datum:
18. Sept. 2026
Plakat zum Weltmissionssonntag 2026
Immer im Oktober ist es soweit: Der Monat der Weltmission steht an – 2026 unter dem Leitwort „Sei mutig und stark“ (Jos 1,6). In diesem Jahr, das zugleich das 100-jährige Jubiläum markiert, liegt der Fokus auf Madagaskar. Höhepunkt des Monats ist der Weltmissionssonntag am 25. Oktober.

Mit einem festlichen Pontifikalamt im Aachener Dom wurde am Sonntag, 27. September, der Monat der Weltmission feierlich eröffnet. Gemeinsam mit Bischof Dr. Helmut Dieser, Bischof Luc Olivier Razafitsimialona aus Madagaskar und missio-Präsident Pfarrer Dirk Bingener feierten Gäste aus Madagaskar und Deutschland die Verbundenheit der Weltkirche.

Missio Aachen und missio München organisieren den Monat der Weltmission

Die Hilfswerke missio Aachen und missio München stehen als Organisationen hinter dem Monat der Weltmission – unter anderem den Sonntag der Weltmission, an dem zum Abschluss des Monats der Weltmission in den Gottesdiensten weltweit Spenden gesammelt werden.

Die Kollekte am Weltmissionssonntag, in diesem Jahr am 25. Oktober, ist die größte Solidaritätsaktion der Katholiken weltweit. Die Spenden unterstützen nachhaltige Hilfe dort, wo die Not am größten ist. 

In diesem Jahr wird zugleich das 100-jährige Jubiläum der Aktiongefeiert.

Plakat zum Weltmissionssonntag 2026

Daneben gibt es Begegnungen mit Gästen aus den Schwerpunktländern, Vorträge und Gebetsketten. 

Fokus auf Madagaskar

Madagaskar, die viertgrößte Insel der Welt, ist ein Land von atemberaubender Schönheit und außergewöhnlicher Biodiversität. Dennoch verbirgt sich hier eine tiefe gesellschaftliche und wirtschaftliche Not. Korruption und staatliche Untätigkeit haben zu enormer struktureller Schwäche geführt und einen Großteil der Bevölkerung unter die Armutsgrenze gedrückt. Die Kirche füllt die klaffende Lücke und übernimmt einen Großteil der staatlichen Aufgaben.

Trotz Wirtschaftswachstum und natürlicher Ressourcen leben über 75 Prozent der Bevölkerung unterhalb der Armutsgrenze. Viele Kinder haben keinen Zugang zu Schulbildung, was ihre Zukunftsaussichten stark einschränkt. Der Inselstaat gehört zu den am stärksten vom Klimawandel betroffenen Ländern. Unter klimatischen Extrembedingungen wie Dürren und Zyklonen leidet die Landwirtschaft. Die Infrastruktur ist marode, was den Zugang zu Märkten und die wirtschaftliche Entwicklung behindert.

Pauline-Marie Jaricot

Historisch wurzeln der Weltmissionssonntag und der Monat der Weltmission im frühen 19. Jahrhundert. Pauline-Marie Jaricot hat den Weltmissionsverein 1818 in Lyon gegründet. Dieser Verein – später in das „Päpstliche Werk der Glaubensverbreitung“ umgewandelt – diente der gebündelten Unterstützung der weltweiten Missionen.

Papst Pius XI. hat den Sonntag der Weltmission 1926 ausgerufen und ihn damit für die ganze katholischen Kirche verbindlich gemacht. In den letzten Jahren wurde der gesamte Oktober zunehmend als Aktionsmonat ausgebaut, um über einen längeren Zeitraum auf weltkirchliche Solidarität und Mission aufmerksam zu machen. Pauline-Marie Jaricot wurde 2022 seliggesprochen. Heute unterstützt missio in Deutschland die Ortskirchen in rund 100 Ländern mit jährlich rund 50 Millionen Euro.

Über missio

Das internationale katholische Missionswerk „missio“ fördert Partner und Hilfsprojekte in Afrika, Asien und Ozeanien. Im Mittelpunkt der Arbeit stehen die Unterstützung der Ortskirchen bei Seelsorge und sozialer Arbeit sowie die Aus- und Weiterbildung von kirchlichem Personal.

Begleitet wird die Arbeit vor Ort durch eine Vielzahl an Kampagnen in Deutschland und damit verbundenen Kollekten wie dem Afrikatag mit der Afrikakollekte und dem Sonntag der Weltmission. Neben der Spendensammlung macht „missio“ an diesen Tagen auf seine Arbeit und Projekte aufmerksam und rückt die Bedürfnisse der Menschen in Afrika, Asien und Ozeanien in den Blickpunkt.

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Online-Redaktion

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