Der heilige Valentin
Die Überlieferung unterscheidet und vermischt zugleich zwischen einem Valentin von Terni und einem Valentin von Rom. Womöglich handelt es sich aber auch um ein und dieselbe Person.
Der Valentinstag geht wahrscheinlich auf den heiligen Valentin von Terni zurück. Er war im 3. Jahrhundert Bischof von Terni in Umbrien (Italien). Valentin soll durch Krankenheilung viele Menschen für den christlichen Glauben gewonnen haben und starb dafür um das Jahr 268 den Märtyrertod in Rom. Seine Verehrung ist seit dem 4. Jahrhundert in Rom bezeugt. Ihm zu Ehren errichtete Papst Julius I. eine Basilika, in der er Leinen- und Seidentücher verwahrte. Diese sogenannten Berührungsreliquien wurden an diesem Ort verehrt. Das Brauchtum am Valentinstag lässt sich nicht auf den heiligen Valentin selbst zurückführen.
Vielleicht handelt es sich aber auch um den römischen Priester Valentin, der am 14. Februar 209 das Martyrium erlitt. Trotz eines Verbotes des Kaisers Claudius II. soll er Liebespaare nach christlichem Zeremoniell getraut und in Partnerschaftskrisen geholfen haben.
Valentin ist aber nicht nur der Patron der Liebenden, Verlobten und Heiratswilligen, sondern auch der Jugendlichen, der Reisenden und der Imker. Er bewahrt vor Ohnmachtsanfällen, Gicht, Gebärmutterkrankheiten und Epilepsie