Geplanter Einsatz der Kirchensteuererträge 2020

914 Millionen Euro für Seelsorge, Bildung und Caritas

Geplanter Einsatz der Kirchensteuererträge 2020

Neben der Förderung der Arbeit in den Kirchengemeinden und den kirchlichen Einrichtungen sind Finanzmittel erforderlich, um die vielfältigen Angebote auch in Zukunft sicherzustellen und Verpflichtungen zu erfüllen. Dazu gehört die Altersvorsorge für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie der Erhalt von Gebäuden und ihrer Einrichtung. So plant das Erzbistum 2020 Investitionen in Gebäude und Ausstattungen in Höhe von rund 26 Millionen Euro. Mehr als die Hälfte der Summe ist für Bau- und Sanierungsmaßnahmen von Schulen, Bildungs- und Tagungshäusern vorgesehen.

Geplanter Einsatz der Finanzmittel im Erzbistum Köln 2020

In den Seelsorgebereichen und Kirchengemeinden leisten Tausende haupt- und ehrenamtliche Helferinnen und Helfer Tag für Tag die kirchliche Arbeit. Aus der Kirchensteuer werden Betriebs- und Personalkosten bezahlt. Außerdem sorgt sie für den Erhalt der Gebäude, in denen das Gemeindeleben und die kirchlichen Aktivitäten stattfinden.

Das Erzbistum Köln ist vom Schuljahr 2020/2021 an Träger von 33 Schulen mit rund 23.000 Schülerinnen und Schülern. Zwar übernimmt das Land Nordrhein-Westfalen einen Großteil der Betriebskosten. Aber den übrigen Aufwand sowie die Bereitstellung der Gebäude trägt das Erzbistum.

Das Bildungswerk des Erzbistums bietet in 20 Einrichtungen ein vielfältiges Programm für die Erwachsenenbildung. 4 Tagungshäuser ergänzen das Angebot.

In rund 550 katholischen Kindertagesstätten werden täglich rund 32.000 Kinder betreut. Das Erzbistum finanziert Teile der Betriebs- und Sachkosten und fördert Bau- und Instandhaltungsmaßnahmen.

Neben mehr als 100 Beratungsstellen betreibt die Caritas Pflegeeinrichtungen sowie Zentren für Integration und Migration. Das Erzbistum übernimmt in den Einrichtungen der Caritas zwischen 25 und 75 Prozent der Personal- und Betriebskosten.

Neben der Seelsorge in den Kirchengemeinden gibt es umfangreiche Angebote für Jugendliche und Erwachsene sowie für Menschen in besonderen Lebenssituationen. Sie reichen von der Seelsorge im Sozial- und Gesundheitswesen über Notfallund Telefonseelsorge bis zur Seelsorge für Obdachlose.

Für die Entwicklungs- und Katastrophenhilfe sind 2020 rund 25,1 Mio. Euro geplant.

Hinzu kommen die Unterstützung der kirchlichen Hilfswerke und die Beiträge des Erzbistums Köln zu weiteren gemeinsamen Aufgaben der deutschen Bistümer.

Kirchliche Aktivitäten brauchen Gebäude: Kirchen, Versammlungsräume, Schulen sowie Orte der seelsorgerischen und caritativen Arbeit. Auch das Priesterseminar, Museen und weitere Einrichtungen gehören zu diesem Bereich. Der Bauerhalt, Sanierungsarbeiten und die Koordination der vielfältigen Aufgaben erfordern zentrale Dienstleistungen der Verwaltung.

Kirchliche Arbeit wird von Menschen geleistet. Die Aufwendungen für die Altersversorgung decken die Verpflichtungen gegenüber den versorgungsberechtigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Erzbistums Köln.