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„Gott kennt keine toten Winkel“:Altenbergwallfahrt der Erzbischöflichen Schulen 2026

Datum:
22. Mai 2026
Von:
Newsdesk/hms
Ein Gemeinschaftserlebnis der besonderen Art ist für viele Schülerinnen und Schüler die Wanderung nach Altenberg, die auch 2026 wieder an vier Terminen stattfindet. Zum Auftakt leitete Weihbischof Ansgar Puff den Gottesdienst am Ziel des Pilgerwegs.

Altenberg. Rund 3000 Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen aus 24 Erzbischöflichen Schulen im Erzbistum Köln pilgern in diesen Wochen wieder zum „Bergischen Dom“. Die traditionsreiche Altenbergwallfahrt, die seit 1987 besteht, findet an vier Terminen statt und wurde am Donnerstag (21. Mai) mit einem Gottesdienst eröffnet, der von Weihbischof Ansgar Puff geleitet wurde.

Gemeinsam auf dem Weg

Schon am Morgen machten sich die Klassen von verschiedenen Ausgangspunkten in Leverkusen, Burscheid und Odenthal zu Fuß auf den Weg. Unterwegs gestalteten Lehrkräfte und Schulseelsorgende Stationen und Impulse. Dabei gab es kein spezielles Motto – im Fokus stand eher das Gemeinschaftserlebnis, zu Fuß eine Strecke über mehrere Kilometer zu laufen, dabei die Natur wahrzunehmen und Raum für die eigenen religiösen und existenziellen Fragen zu haben, erklärt Rafael Bartsch, Erzbischöflicher Schulrat.

Bei der Gestaltung der Wallfahrt werde auch dem Umstand Rechnung getragen, dass nicht mehr alle Schülerinnen und Schüler religiös sozialisiert seien. Deshalb würden Fragen nach Orientierung, Gemeinschaft und Glauben bewusst niedrigschwellig aufgegriffen. Die Wallfahrt werde im Unterricht vorbereitet, etwa mit Impulsen zu religiösen Wegen im Christentum und im Islam, erläutert Bartsch.

Weihbischof Puff: Gott sagt jedem "Du bist wichtig"

Nachdem die Pilgergruppen vor dem Altenberger Dom durch Diözesanjugendseelsorger Dr. Tobias Schwaderlapp begrüßt wurden, stand das Evangelium von der Heilung des blinden Bartimäus im Mittelpunkt des Gottesdienstes. Weihbischof Ansgar Puff griff in seiner Katechese das Bild des „toten Winkels“ auf – jene Situationen, in denen Menschen, etwa im Straßenverkehr, übersehen werden. Gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern sprach er über Erfahrungen des Ausgeschlossenseins: wenn jemand beim Sport nicht gewählt werde oder Probleme unbeachtet blieben. „Wie fühlt man sich, wenn man übersehen wird, wenn man plötzlich im dunklen Winkel landet?“, fragte der Weihbischof. Die Kinder antworteten spontan: „Einsam“ und „allein“.

Die Botschaft des Evangeliums setzte Puff dagegen bewusst positiv: Jesus übersehe den blinden Bartimäus nicht, sondern sage: „Bringt ihn zu mir.“ Darin werde die Zusage Gottes an jeden Menschen deutlich: „Du bist wichtig. Ich habe dich nicht übersehen.“ Den Schülerinnen und Schülern gab der Weihbischof mit auf den Weg: „Lass dich nicht von den anderen wegschieben. Du hast einen Wert. Du gehörst dazu.“ 

Ihren Abschluss findet die Altenbergwallfahrt der sechsten Klassen in diesem Jahr am Mittwoch, 10. Juni. Den Gottesdienst feiert dann Rainer Maria Kardinal Woelki mit den Schülerinnen und Schülern.

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