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Choreografieprojekt in der Kölner Kirche St. Maria in Lyskirchen:„Artist in Residence“: Casting Call für Ministrantinnen und Ministranten

IMPRO-DANCE-RETREAT by Leo Gnatzy, Buchnerhof Südtirol
Datum:
20. Aug. 2026
Von:
Newsdesk/jst
Leo Gnatzy ist einer von zwei Kunstschaffenden, die die Ausschreibung von Artist in Residence 2026 gewonnen haben. Sein Choreografieprojekt findet von Mitte September bis Mitte November in St. Maria in Lyskirchen statt – und dafür sucht der Künstler Ministrantinnen und Ministranten, die Freude an Bewegung, Contemporary Dance und liturgischer Gestaltung haben.

Artist in Residence, die Förderung für junge Künstlerinnen und Künstler im Erzbistum Köln, geht in eine neue Runde: Mit dem Vorhaben des Choreografen Leo Gnatzy geht im Herbst das erste von zwei Projekten aus dem Bewerbungszeitraum 2026 an den Start.

Ministrantendienst künstlerisch betrachten

Von Mitte September bis Mitte November wird Leo Gnatzy sein Projekt im Rahmen von Artist in Residence durchführen. Eine Besonderheit ist dieses Mal jedoch dabei, dass es in dem Sinne kein Soloprojekt ist, sondern Dritte einbezogen werden.

Das Choreografieprojekt des derzeit in der Schweiz lebenden Künstlers setzt den Fokus auf den Dienst der Ministranten, den er auch als liturgische Choreografie versteht: „Als Tänzer und Choreograf bin ich fasziniert von jener liturgischen Choreografie, die von den Ministranten und Zelebranten in den Gottesdiensten nicht nur performt, sondern ganzkörperlich und vielleicht auch geistlich erlebt wird“, so beschreibt er, was ihn sowohl als Künstler als auch als Katholik bewegt. Was läge also näher, als besagte Ministrantinnen und Ministranten aktiv in das Projekt mit einzubeziehen?

Tanszene in der Kirche Groß St. Martin in Köln. Drei Tänzer stehen vor der Kirchenwand.

Abläufe, Wege und Handlungen der liturgischen Choreografie will Leo Gnatzy mit einer größeren Gruppe künstlerisch und tänzerisch erweitern und für Zuschauende erlebbar machen. Dabei geht es nicht darum, eine Messe zu zelebrieren, sondern die Handlungen und das Auftreten der Ministranten dramaturgisch in Szene zu setzen – weiterhin aber im Kirchenraum, der als sakraler Ort für diese Handlungen wichtig ist.

Mitstreiter gesucht

Nun sucht der Künstler Ministranten, Messdienergruppen und ihre Leiter, die Lust haben, sich in einem Workshopformat auf dieses Projekt, das ihre Aufgabe im Gottesdienst ganz neu in den Fokus nimmt, einzulassen. Es sind dabei keinerlei tänzerischen Vorkenntnisse vonnöten, nur das Interesse an körperlicher Bewegung. Das bedeutet ganz konkret:

Gesucht werden junge Menschen mit Bezug zum Ministrantendienst, …

…die mal was Neues ausprobieren wollen

…die mehr als nur Ministrieren wollen

…die Freude an Bewegung, Contemporary Dance und liturgischer Gestaltung haben

…die sich für Kunst und Ästhetik interessieren

…die eine gute Zeit mit Gleichgesinnten haben wollen, connecten und neue Freunde kennen lernen wollen.

Das gemeinsam in Köln erarbeitete Choreografieprojekt soll nach Abschluss auch in sakralen Räumen zur Aufführung kommen.

Kontakt:

Ministrantinnen und Ministranten oder Messdienergruppen können sich direkt beim Künstler unter tanz@leognatzy.de melden – am besten bis zum 20. September. Auch für Fragen vorab hat er ein offenes Ohr!

Die Workshoptermine werden zu einem späteren Zeitpunkt nach Absprache bekannt gegeben.

Portraitbild des Künstlers Leo Gnatzy

Über Leo Gnatzy

Leo Gnatzy wurde in Annaberg in Sachsen geboren. Seiner Leidenschaft folgend ging er nach seinem Abitur für zwei Jahre mit einer internationalen Theatertruppe auf Europatournee.

Es folgten ein Studium der Szenischen Künste (BA of Arts) in Hildesheim (2011 bis 2016) und des Zeitgenössischen Tanzes (BA of Arts) an der Hochschule für Musik und Tanz in Köln (2016-2021) mit einem Aufenhalt am Dance Conservatory der SUNY Purchase in New York im dritten Studienjahr. Im September 2023 nahm Leo Gnatzy den MA in Choreografie an der ZHdK in Zürich auf und schloss ihn im Januar 2026 erfolgreich ab.

Leo Gnatzy auf Instagram: @leognatzy

Über Artist in Residence

Die Künstlerseelsorge im Erzbistum Köln hat in enger Zusammenarbeit mit der Künstler-Union-Köln (KUK) und der Innenstadtpfarrei Köln-Mitte eine Förderung für junge Künstlerinnen und Künstler ausgeschrieben, im Zuge derer zwei Kunstschaffende pro Jahr für jeweils zwei Monate finanziell unterstützt werden. Für diese Zeit leben und arbeiten sie in Räumlichkeiten der Kirche St. Maria in Lyskirchen. Die ersten beiden Kunstprojekte aus 2025 wurden bereits in Ausstellungen präsentiert.

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