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Mutig unterwegs – seit 50 Jahren:Erzbistum Köln feiert 50-jährige Partnerschaft im Dienst der Weltkirche

50 Jahre Weltkirche
Datum:
14. Aug. 2026
Von:
pek260814-sam
Ein halbes Jahrhundert Weltkirchliche Zusammenarbeit: Am 3. und 4. Oktober begeht das Erzbistum Köln dieses Jubiläum mit einem mehrtägigen Festprogramm in Köln.

Die Feierlichkeiten umfassen unter anderem ein Jugendevent sowie ein Pontifikalamt mit Rainer Maria Kardinal Woelki. Zum Jubiläum erinnert der Kölner Erzbischof daran, dass die Kirche ihre Verantwortung nicht an den eigenen Grenzen sieht:

„Seit 50 Jahren begleitet die Diözesanstelle Weltkirche & Dialog die weltweiten Beziehungen des Erzbistums Köln zu Ortskirchen in über hundert Ländern. Unsere weltkirchliche Arbeit lebt von Begegnungen, gegenseitiger Unterstützung, dem gemeinsamen Gebet und dem Lernen voneinander. Mit großer Dankbarkeit blicke ich dabei auf meine Vorgänger, die diesem Anliegen früh ein hohes Gewicht gegeben und auch vielfältige Partnerschaften aufgebaut haben – etwa die seit 1954 bestehende Gebets- und Hilfsgemeinschaft mit dem Erzbistum Tokio in Japan und die seit 1955 währende Arbeit des Ansgarius-Werks zur Förderung der Kirche in Nordeuropa. Sie stehen exemplarisch für ein breites Engagement, durch das wir heute auf allen Kontinenten an der Seite von Menschen stehen und erfahren, wie sehr wir als Kirche weltweit einander bereichern.“

Künstlerische Performance und Konzert am 3. Oktober

Bereits zwei Wochen vor dem Festwochenende kommen 22 junge Menschen aus aller Welt im Rahmen des Jubiläums zum internationalen Jugendprojekt „Tomorrow has a Pulse“ in Köln zusammen. Unter der künstlerischen Leitung von Kessius Mutale aus Sambia und Friederike Worth, Bildungsreferentin bei Don Bosco Mission Bonn, erarbeiten sie gemeinsam eine Theater- und Kunstperformance zum Thema Mut und Hoffnung. 

Die Aufführung der Performance am 3. Oktober um 16 Uhr in der Kölner Kirche St. Michael bildet den Höhepunkt der zweiwöchigen Jugendbegegnung und macht erlebbar, was weltkirchliche Zusammenarbeit für die nächste Generation bedeutet. „Tomorrow has a Pulse” ist ein gemeinsames Projekt des Erzbistum Köln, Don Bosco und des AKIJA e. V.

Zusätzlich zur Aufführung der Performance sind alle Interessierten dazu eingeladen, sich vor Ort in St. Michael mit einer interaktiven Ausstellung zum Thema „Mut und Hoffnung“ auseinanderzusetzen. Ab 19 Uhr rundet ein stimmungsvoller Lobpreis-Abend mit Markus Fackler und Band den Tag ab. 

Ebenfalls am 3. Oktober lädt der Kinduku e.V. um 18 Uhr im Rahmen der Jubiläumsfeierlichkeiten zu einem Konzert in die Minoritenkirche St. Mariä Empfängnis ein. Der Chor – dessen Name in der ghanaischen Twi-Sprache „Freundschaft" bedeutet – gestaltet mit traditioneller Musik der Ashanti weltkirchlich geprägte Gottesdienste im Erzbistum Köln. An diesem Abend wird er von den All-Saints-Singers aus Amsterdam unterstützt, einem befreundeten Chor ghanaischer Sängerinnen und Sänger.

Pontifikalamt am 4. Oktober

Am 4. Oktober beginnen die Feierlichkeiten um 10 Uhr mit einem Pontifikalamt mit Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im Kölner Dom, zu dem alle herzlich eingeladen sind. Ein Höhepunkt wird hier die Aufführung der Messe „JOY“ sein - durch die Domkantorei, die Domkapelle, einen Frauenchor aus Kenia sowie den Chor an St. Laurentius, Mondorf.

Im Anschluss erwartet die Diözesanstelle Weltkirche & Dialog geladene Gäste aus Kirche, Gesellschaft und den weltweiten Partnerländern zu einem Festakt im Maternushaus.

50 Jahre weltkirchliches Engagement – von Tokio bis in die Ukraine

Als Joseph Kardinal Höffner im Jahr 1976 die damalige Hauptabteilung Weltkirche-Weltmission gründete und im Erzbischöflichen Generalvikariat verankerte, knüpfte er an eine lange Tradition an. Bereits nach dem Zweiten Weltkrieg begann eine Partnerschaft zwischen dem Erzbistum Köln und dem Erzbistum Tokio, die mittlerweile seit 72 Jahren besteht.

Heute ist der Bereich Weltkirche & Dialog in über 100 Ländern aktiv – allein im Jahr 2025 wurden mehr als 20 Millionen Euro in weltweite Projekte investiert, von Asien und Afrika über Südamerika bis hin zu Hilfen in Krisenregionen wie der Ukraine.

Das Kölner Engagement findet international Anerkennung. Bei einer Audienz am 30. April 2026 würdigte Papst Leo die Arbeit der Diözesanstelle mit den Worten: „Diese Vision einer wahrhaft universalen Kirche – die berufen ist zu Solidarität über die Grenzen Europas hinaus und die getragen ist von einer Kultur des Dialogs – ist nach wie vor zentral für die Identität eurer Organisation."

Bereichsleiter Nadim K. Ammann blickt dem Jubiläum mit Vorfreude entgegen: „Das Jubiläum ist ein Meilenstein. Man guckt zurück, sieht was man schon geschafft hat, und guckt dann wieder nach vorne, denn die Zusammenarbeit geht weiter, der gemeinsame Weg liegt weiter vor uns.“ 

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