Zuschnitt wurde in den allermeisten Fällen vor Ort entschieden

28. November 2022 pek221128-apm

Erz­bis­tum Köln. Nach in­ten­si­ven Be­ra­tun­gen in den der­zeit 177 Seel­sorge­berei­chen ist in den meis­ten Fällen die Ent­schei­dung ge­fallen, in wel­che Pas­to­ra­len Ein­hei­ten sich das Erz­bis­tum Köln zu­künf­tig glie­dern wird. Da­mit ste­hen nun – zu­min­dest wei­test­ge­hend – die ca. 65 geo­gra­fi­schen Räu­me fest, in de­nen in Zu­kunft Seel­sor­ge ge­stal­tet wer­den soll.

In ei­ni­gen Fällen ist be­wusst noch kei­ne Ent­schei­dung ge­troffen. Mit den Ver­ant­wort­li­chen aus den be­tro­ffe­nen Seel­sor­gebe­rei­chen wer­den wei­tere Ge­sprä­che ge­führt, um zu ei­ner Lö­sung zu kommen.

Der un­ter dem Titel #Zu­sammen­Fin­den ini­ti­ier­te Pro­zess stellt noch kei­ne for­male Er­rich­tung der Pas­tora­len Ein­hei­ten dar. Die­se Er­rich­tung wird zum 1. Sep­tem­ber 2023 er­fol­gen.

Be­reits seit 2015 hat Erz­bischof Woel­ki mit Blick auf die ab­neh­men­de Ka­tho­li­ken­zahl, die we­niger wer­den­den En­ga­gier­ten, den Rück­gang der Fi­nanz­kraft und auch den Rück­gang des pas­tora­len Per­so­nals tief­grei­fen­de Ver­än­de­run­gen im kirch­li­chen Le­ben und da­raus neue We­ge für ei­nen pas­to­ra­len Neu­auf­bruch in Aus­sicht ge­stellt.

Im März 2022 wur­de die Be­tei­li­gungs­pha­se der Seel­sor­ge­be­rei­che im Rah­men des Pro­zesses #Zu­sammen­Fin­den durch den da­ma­li­gen Apos­to­li­schen Ad­mi­nis­tra­tor Weih­bischof Stein­häu­ser ein­ge­lei­tet.

Ent­schei­dung über­wie­gend vor Ort ge­troffen

„In den aller­meis­ten Fällen folgt der geo­gra­fi­sche Zu­schnitt der zu­künf­tigen Pas­tora­len Ein­hei­ten den Vo­ten aus den Seel­sorge­berei­chen“, zeigt sich Mon­sig­nore Mar­kus Bos­bach, Pro­jekt­ver­ant­wort­li­cher und Lei­ter der Haupt­ab­tei­lung Ent­wick­lung Pas­tora­le Ein­hei­ten, er­freut. Er er­gänzt: „Nur in we­nigen Fällen muss­te das diö­ze­sane Koor­dinie­rungs­team auf Grund­lage der Vo­ten und Er­läute­run­gen der Seel­sorge­berei­che über ei­nen gu­ten Zu­schnitt der Pas­tora­len Ein­hei­ten be­ra­ten und eine Ent­schei­dungs­em­pfeh­lung ge­ben.“ Der Erz­bi­schof ist die­sen Em­pfeh­lun­gen ge­folgt.

Dank für großes En­gage­ment in den Seel­sorge­berei­chen

Mar­kus Bos­bach blickt dank­bar auf #Zusammen­Finden zu­rück: „Mei­ne Wahr­neh­mung ist, dass über­all in un­serem Bis­tum Men­schen, Haupt­beruf­liche wie En­gagier­te, sach­lich und kon­struk­tiv, kri­tisch und krea­tiv über die zu­künf­tigen Pas­tora­len Ein­hei­ten be­raten ha­ben. Mir ist be­wusst, dass es Vie­len nicht leicht­ge­fallen sein wird, die­sen Pro­zess mit­zuge­stal­ten.“ Er wür­digt be­son­ders das En­gage­ment, das ne­ben allen an­deren Ak­ti­vitä­ten in den Ge­mein­den in den Pro­zess inves­tiert wur­de.

Bos­bach zeigt sich zu­ver­sicht­lich: „Mit den Er­geb­nissen ist ein gu­ter und trag­fähiger Pla­nungs­rah­men für die wei­tere pas­tora­le und ad­minis­tra­tive Ent­wick­lung in un­serem Erz­bistum gege­ben“.

Er­geb­nisse im Netz ver­öffent­licht

Die zu­künf­tige Land­kar­te der Pas­tora­len Ein­hei­ten im Erz­bis­tum Köln ist eben­so on­line ab­ruf­bar wie de­tai­llier­te Ein­zel­kar­ten aller zu­künf­tigen Pas­tora­len Ein­hei­ten nebst ei­ner Lis­te mit ei­ner Über­sicht aller Pas­tora­len Ein­hei­ten (PDF).

Nächs­te Schritte

Zu­nächst ist mit dem neu­en geo­gra­fischen Zu­schnitt der Pas­tora­len Ein­hei­ten im Erz­bis­tum Köln noch kei­ne struk­ture­lle Ver­ände­rung im Blick auf die Kir­chen­ge­mein­den und Seel­sor­gebe­reiche ver­bun­den. Glei­ches gilt für da­mit ver­bun­dene Per­sonal­ent­schei­dun­gen. Auch die ge­wähl­ten Gre­mien blei­ben be­ste­hen und be­hal­ten Ihre Kom­peten­zen.

Mit dem Er­geb­nis von #Zusammen­Finden star­tet aber zu­gleich ein mehr­jäh­riger, in­divi­duell vor Ort an­zu­passen­der Ent­wick­lungs­pro­zess, um die Pas­tora­len Ein­hei­ten als neue Seel­sor­ge­ein­hei­ten zu ge­stal­ten. Das Erz­bis­tum will kla­re und ver­bind­liche Struk­turen für die pas­tora­le und ad­minis­tra­tive Zu­sammen­ar­beit in den Pas­tora­len Ein­hei­ten eta­blie­ren, die das kirch­liche Le­ben vor Ort in den Ge­mein­den un­ter­stüt­zen.

Drei Phasen geben Orientierung

Gute Ent­wick­lung braucht Zeit, aber auch ei­nen ver­bind­lichen Rah­men. Da­her wird die an­ste­hen­de Ent­wick­lung der Pas­tora­len Ein­hei­ten schritt­weise in drei Pha­sen ge­stal­tet:

  • eine ers­te Ent­wick­lungs­phase, in der die Pas­torale Ein­heit zwar be­reits terri­torial fest­ge­legt ist, in der es aber noch meh­rere Pfarrer und Pas­toral­teams in den bis­heri­gen Seel­sorge­berei­chen gibt. Der Fokus die­ser Phase ist ein Kennen­ler­nen und ers­te Ab­stimmun­gen der Seel­sorge­berei­che unter­ein­ander.
  • eine zwei­te Ent­wick­lungs­phase, in der es in der Pas­tora­len Ein­heit einen ge­mein­samen Pfarrer und ein ge­mein­sam er­nann­tes Pas­toral­team gibt. In die­ser Phase wer­den Vor­berei­tun­gen für die ad­minis­tra­tive und pas­tora­le Zu­sammen­ar­beit ge­troffen.
  • eine dritte Ent­wick­lungs­phase, die durch die Er­rich­tung ei­nes ge­mein­samen Kir­chen­gemein­dever­bandes oder der Fu­sion aller in der Pas­tora­len Ein­heit be­ste­hen­den Kir­chen­gemein­den zu ei­ner Kir­chen­gemein­de ge­kenn­zeich­net ist. Da­durch kann die Pas­tora­le Ein­heit die Ver­wal­tung der ein­zel­nen Kir­chen­gemein­den und Seel­sor­gebe­reiche unter­stützen und er­leich­tern.

Be­glei­tung und Un­ter­stüt­zung der Pas­tora­len Ein­hei­ten

Für die­se Pha­sen und die an­ste­hen­den Ent­wick­lun­gen wird es vom Erz­bischöf­lichen Ge­neral­vika­riat aus Hilfe­stellun­gen und Leit­li­nien ge­ben. Be­vor die Pha­sen be­ginnen, wird es vor Ort Ge­spräche ge­ben, um in­divi­duell die an­ste­hen­den Ent­wick­lungs­schritte zu ver­ein­ba­ren und zu be­spre­chen, wel­che Un­ter­stüt­zung sinn­voll ist.

„Schritt für Schritt und un­ter Ein­bezug der in­divi­du­ellen Si­tua­tion in den Pas­tora­len Ein­hei­ten wer­den so Struk­turen ge­bil­det, die die Pas­tora­len Ein­hei­ten hand­lungs­fähig machen“, so Bos­bach.

Die Pressemeldung wurde am 28. November um 18 Uhr aktualisiert.