Weichenstellungen für die weitere Arbeit definiert

3. Dezember 2022 pek221203-wey

Köln. Der Kir­chen­steu­er- und Wirt­schafts­rat des Erz­bis­tums Köln (KiWi) hat in sei­ner Sit­zung am 3. De­zem­ber über den Wirt­schafts­plan des Erz­bis­tums Köln für das Jahr 2023 be­ra­ten und die­sem zu­ge­stimmt. In dem Plan ist fest­ge­legt, wie das Fi­nanz­vo­lu­men in Hö­he von rund 940 Millio­nen Eu­ro für die kirch­li­che Ar­beit im kommen­den Jahr ein­ge­setzt wird. Die Ver­öffent­li­chung des Wirt­schafts­plans er­folgt im Ja­nu­ar 2023.

An­ge­sichts der lau­fen­den De­batten rund um die Köl­ner Hoch­schu­le für Ka­tho­li­sche Theo­lo­gie nahm der Kir­chen­steu­er- und Wirt­schafts­rat aus­drück­lich auf sei­ne Be­ra­tun­gen in den vo­ran­ge­gan­ge­nen Sit­zun­gen Be­zug. Dem­nach kann aus der Ge­neh­mi­gung des Wirt­schafts­plans 2023, der ei­nen wei­te­ren Zu­schuss für die KHKT aus dem BB-Fonds ent­hält, nicht au­to­ma­tisch ei­ne Zu­stimmung zur wei­te­ren Fi­nan­zie­rung für die Fol­ge­jah­re aus Kir­chen­steu­er­mitteln ge­schlo­ssen wer­den. Als Vo­raus­set­zung für wei­tere Be­schluss­fassun­gen zur KHKT for­dert der KiWi er­neut ei­ne be­last­bare mittel­fris­ti­ge Fi­nanz­pla­nung, die von der Stif­tung zur För­de­rung von Bil­dung, Wissen­schaft und For­schung im Erz­bis­tum Köln als Trä­ge­rin der KHKT ge­mein­sam mit ei­nem an­ge­messe­nen Business­plan, der auch ein Schlie­ßungs­sze­na­rio um­fasst, vor­ge­legt wer­den soll. Da­rü­ber hi­naus er­war­tet das Gre­mium die Vor­lage eines ak­tu­ellen Vo­tums der pas­tora­len Gre­mien, der zu­stän­di­gen Fach­ab­tei­lung und des Erz­bi­schofs zur KHKT als Grund­lage für die wei­teren Be­ratun­gen.

Die Be­schluss­fassung des KiWi greift auch grund­legen­de As­pek­te der lang­fris­tigen stra­tegi­schen Pla­nung auf. „Ich bin dank­bar, dass wir ne­ben der Be­ra­tung des Wirt­schafts­plans 2023 den Blick auf die Um­set­zung des Wirt­schaft­li­chen Rah­men­plans 2030 und auch die Eta­blie­rung wei­te­rer wich­ti­ger haus­halts­recht­li­cher Ele­men­te wei­ten konn­ten“, so Gordon Sobbeck, Fi­nanz­direk­tor und Öko­nom des Erz­bis­tums Köln.

Sys­tema­tische Um­set­zung des Wirt­schaft­li­chen Rah­men­plans

An­ge­sichts des sich aus ei­ner Er­geb­nis­pro­jek­tion er­ge­ben­den struk­tu­rellen De­fi­zits von rund 100 Millio­nen Eu­ro im Jahr 2030 er­war­tet der KiWi, dass dem Gre­mium ers­te Eck­punk­te und ein Fahr­plan zur Ver­mei­dung ei­nes De­fi­zits in die­ser Größen­ord­nung vor­ge­legt wer­den. Grund­lage da­für ist der Wirt­schaft­li­che Rah­men­plan. Zu­sätz­lich sieht der KiWi die drin­gen­de Not­wen­dig­keit, ein Ver­fah­ren zur Ent­wick­lung pas­tora­ler Schwer­punk­te im Kon­text der Um­set­zung des Wirt­schaft­li­chen Rah­men­plans 2030 zu eta­blie­ren.

Ver­besser­te Trans­pa­renz bei bud­get­wirk­samen, ein­zel­fall­bezo­ge­nen Schwer­punkt­set­zungen

Die Mit­glie­der des KiWi und die Ver­wal­tung se­hen beim Ver­fah­ren zur Ein­brin­gung neu­er Schwer­punk­te, die sich wirt­schaft­lich aus­wir­ken, glei­cher­maßen ei­nen Be­darf, das Vor­ge­hen zu kon­kre­ti­sie­ren und zu ver­bessern. Ge­mein­sames Ziel ist es, die be­stehen­den Ver­fah­ren un­ter Be­rück­sich­ti­gung in­halt­li­cher und wirt­schaft­li­cher As­pek­te wei­ter­zu­ent­wickeln. Die­se Fra­ge soll in eine Ar­beits­gruppe ein­ge­bracht wer­den, die auf Be­schluss­fassung des KiWi ein­ge­rich­tet wur­de und sich be­reits seit Mitte 2022 mit der Über­ar­bei­tung der Ord­nun­gen und Re­ge­lun­gen im Be­reich der wirt­schaft­li­chen An­ge­legen­hei­ten der Erz­diö­zese Köln be­schäf­tigt.

Hin­ter­grund­in­for­ma­tio­nen zum Kir­chen­steu­er- und Wirt­schafts­rat

Als Be­ra­tungs- und Ent­schei­dungs­gre­mium für Fi­nanz­fra­gen stellt der Kir­chen­steu­er- und Wirt­schafts­rat die brei­te Mit­wir­kung von Ka­tho­li­ken aus den Kir­chen­ge­mein­den an den wirt­schaft­li­chen An­ge­le­gen­hei­ten des Erz­bis­tums si­cher. In dem Gre­mium be­ra­ten und ent­schei­den die ge­wähl­ten Ver­tre­ter aus den Kir­chen­ge­mein­den über Fi­nanz- und Ver­mö­gens­fra­gen des Erz­bis­tums.