Drei Fragen an... Monsignore Markus Hofmann:Wallfahrt zur Gottesmutter: Mit dem Zug nach Lourdes
Auf was freuen Sie sich dieses Jahr besonders?
Ich komme seit 1977 nach Lourdes. Damals war ich 9 Jahre alt. Seitdem hat jede Wallfahrt dorthin für mich einen doppelten Charakter: einmal die Freude auf ein Wiedersehen von vertrauten Menschen sowie Orten und dann zum anderen auch die Erwartung von Überraschungen, die sicher kommen werden. Keine Wallfahrt ist so wie eine frühere, immer gibt es auch neue Erfahrungen. In diesem Jahr freue mich sehr darüber, dass der Heilige Vater im September nach Lourdes kommen wird. Wir werden auf unserer Zugwallfahrt mit den Kranken durch unser Gebet seinen Besuch mitvorbereiten helfen.
Was ist die größte Herausforderung?
Die Anreise mit dem Zug, ca. 24 Stunden lang, hält immer eine Reihe von Herausforderungen bereit. Auch wenn unsere Kranken vom Team der Malteser sehr gut betreut werden, beschäftigt uns dennoch immer die Frage: Wie gut schaffen gerade die Pilger, die gesundheitliche Schwierigkeiten haben, die Zugfahrt? Gelingt es rasch und gut, die verschiedenen Anliegen der Pilger zu berücksichtigen und Fragen zu klären? Werden wir den Zeitplan einhalten können? Das hängt von verschiedenen Umständen ab, zum Beispiel gelingt der wegen unterschiedlicher technischer Gegebenheiten in Deutschland, in der Schweiz und in Frankreich nötige Wechsel der Lokomotiven pünktlich und reibungslos? Kommen wir als Sonderzug ohne zusätzliche Aufenthalte an vielbefahrenen Knotenpunkten gut durch oder müssen wir schneller fahrende Züge passieren lassen?
Ich bin in den vergangenen Jahren immer wieder sehr positiv überrascht gewesen, wie froh und gelassen so manche Herausforderung von den Pilgern gemeistert worden ist.
Erzählen Sie uns von Ihrer ersten Fahrt nach Lourdes!
Im Jahr 1977 organisierten meine Eltern eine Buspilgerfahrt von Köln über Ars und Lourdes bis nach Fátima in Portugal. Anlass war der 60. Jahrestag der Erscheinungen in Fátima. In Lourdes hat mich besonders die abendliche Lichterprozession berührt. Mit so vielen anderen, meist fremden Menschen gemeinsam zu singen, zu beten und sich ganz selbstverständlich als Teil einer großen Familie fühlen zu können, hat mich tief beeindruckt. Als Messdiener durfte ich auf dieser Wallfahrt an ganz unterschiedlichen Orten ministrieren und in Lourdes sogar in der Erscheinungsgrotte. Das war etwas ganz Besonderes. Nach der Lichterprozession gab es dann für die Kinder und Jugendlichen unserer Gruppe ein großes Eis. Diesen Brauch halte ich seitdem bei den Pilgerfahrten, die ich begleite, gerne bei. Im Anschluss daran sind dann einige von uns noch einmal spätabends zur Grotte gegangen. Dort war es eindrucksvoll still, und wir konnten der Gottesmutter in dieser ganz eigenen Atmosphäre unsere sehr persönlichen Anliegen anvertrauen. Hier war und ist es für mich besonders leicht zu beten. Das erzählen mir auch viele andere Lourdespilger.
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