Weltjugendtag: 850 Jugendliche aus dem Erzbistum Köln

Köln. 850 Jugendliche und junge Erwachsene aus dem Erzbistum Köln nehmen am Weltjugendtag in Krakau unter dem Motto „Selig, die Barmherzigen, denn sie werden Erbarmen finden (Mt 5,7)“ teil. In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli starteten 9 Busse von Köln, Düsseldorf, Wuppertal und Bonn zu den Tagen der Begegnung.

 

Die Tage der Begegnung in Breslau waren vom 20. bis 25. Juli. Vom 26. bis 31. Juli wird der Weltjugendtag in Krakau gefeiert, an dem ab Mittwoch auch Papst Franziskus teilnimmt.

31. Juli - Abschluss des Weltjugendtags

Mit etwa 1,5 Millionen Jugendlichen feierte Papst Franziskus am Vormittag die Abschlussmesse des Weltjugendtages. In seiner Predigt nahm Papst Franzsikus den Zöllner Zachäus zum Vorbild für die Christussuche. Franziskus zeigte dabei drei Widerstände auf, gegen die Christen heute zu kämpfen haben: dass wir uns selbst nichts zutrauen, dass wir uns für Gott schämen und dass unser Umfeld uns von Gott abhält.

 

Und so gibt Frabziskus die biblischen Wort direkt weiter: "Hören wir schließlich die Worte Jesu an Zachäus, die eigens für uns gesagt scheinen: »Komm schnell herunter! Denn ich muss heute in deinem Haus zu Gast sein« Jesus richtet dieselbe Aufforderung an dich: „Heute muss ich in deinem Haus zu Gast sein“. Der Weltjugendtag, könnten wir sagen, beginnt heute und geht morgen zu Hause weiter, denn dort will Jesus dir von nun an begegnen."

2019 geht es nach Panama!

Es war ein Moment, auf den viele Pilgerinnen und Pilger hingefiebert haben: Am Ende des Angelus-Gebets auf dem Campus Misericordiae verkündete Papst Franziskus, dass der nächste Weltjugendtag in Panama stattfinden wird.

 

Mit dieser Ankündigung endet der 31. Weltjugendtag. Die Jugendlichen aus dem Erzbistum Köln pilgerten nach dem Angelus zurück zu ihren Reisebussen, um direkt die Heimfahrt anzutreten. „Wir sind unseren Gastgebern sehr dankbar“, zieht Pfarrer Mike Kolb, Abteilungsleiter der Jugendseelsorge im Erzbistum Köln, Bilanz. „Die Herzlichkeit der polnischen Gemeinden und die Begegnungen mit Menschen aus der ganzen Welt haben Spuren bei unseren Jugendlichen hinterlassen.“

 

Montag früh, je nachdem wieviel auf den Straßen nach dem Weltjugendtag los ist, werden die Busse in Düsseldorf, Wuppertal, Bonn und Köln ankommen.

30. Juli - Vigil mit Papst Franziskus

Als wenn es genau so geplant wäre: am Samstag haben sich jegliche Regenschauer verzogen. Auf dem Weg zum Feld der Barmherzigkeit, wo die Vigil und die Abschlussmesse mit Papst Franziskus auf die Jugendlichen wartete, waren die Pilgerinnen und Pilger für jedes bisschen Schatten dankbar. Gut, dass die Bahnen bis zur Endstation fuhren und die jungen Menschen bis circa fünf Kilometer vor das Feld brachten.

 

Erleichtert, aber erschöpft kam so auch die Gruppe aus dem Pfarrverband Niederkassel Nord auf dem Feld an und schlugen ihr Lager für die Nacht auf. Schnell entstanden Gespräche mit der internationalen Nachbarschaft.

 

Für Matthias Arnold ist dieser Weltjugendtag vor allem durch die Gastfreundschaft der Polen geprägt gewesen. „Die Herzlichkeit war unglaublich und hat das ein oder andere organisatorische Problem wett gemacht“, so der 31-Jähringe. Denn so viele Pilger aus der ganzen Welt immer pünktlich von A nach B zu bringen und das Pilgeressen bereits zu stellen, war für das relativ kleine Krakau herausfordernd.

Mit Smartphone die Vigil verfolgen

Um halb acht ging es los und die Gruppe verfolgte gespannt die Vigil mit Papst Franziskus. Ganz wichtig für die Jugendlichen: Auf ihren Smartphones konnten sie die Worte vom Papst auf Deutsch mitverfolgen. Der Papst warten die Jugendlichen vor dem „Sofa-Glück“, dass uns bequem macht und uns daran hinter die Zukunft selbst in die Hand zu nehmen. Seine Worte kamen an. Tobias Kremeyer (20) aus Niederkassel erklärt: „Ich finde es toll, dass Papst Franziskus ganz konkret anspricht, dass viele Jugendlichen ihr eigentliches Leben aus den Augen verlieren.“

 

Papst Franziskus mahnte die Jugendlichen ihr Leben in die Hand zu nehmen. „Das ist das Geheimnis, liebe Freunde, das zu erleben wir alle berufen sind. Gott erwartet etwas von dir, Gott wartet auf dich, “ so Franziskus.

Eine besondere Ehre

25 Jugendliche aus dem Erzbistum Köln durften die Vigil aus den ersten Reihen verfolgen. Als Ausrichter des Weltjugendtages 2005 bekamen die Kölner Tickets für einen besonderen Sektor direkt vorm Altar. „Unsere Jugendlichen waren stolz und begeistert und sehr berührt den Heiligen Vater sehen zu können“, sagt Marianne Bauer aus der Wallfahrtsleitung des Erzbistums Köln.

 

Einer dieser glücklichen Jugendlichen war der 21-jährige Dominik aus Köln-Longerich: "Die Atmosphäre in den vorderen Reihen war super. Eine gelungene Mischung aus spirituellen Impulsen, schöner Musik und einem tollen Sonnenuntergang. Die Worte des Papstes haben mich inspriert."

 

Als es dunkel wurde, verteilten Freiwillige Kerzen und verwandelten das Feld so in ein Lichtermeer. Es wurde ruhiger auf dem Campus Misericordiae. Jugendliche aus der ganzen Welt verbrachten gemeinsam die Nacht auf dem Feld.

 

> mehr dazu im "AusZeit"-Artikel

29. Juli - Den Papst beim Kreuzweg sehen

Und wieder stand die Begegnung zwischen Papst Franziskus und den Jugendlichen des Weltjugendtages im Mittelpunkt: Hunderttausende Jugendliche begrüßten Papst Franziskus ein letztes Mal auf den Blonia-Wiesen in der Nähe der Altstadt. Bestes Wetter machte es den Pilgerinnen und Pilgern an diesem Tag leicht, den Kreuzgang auf den Großbildleinwänden zu verfolgen. „Schade dass alles auf Italienisch und Polnisch ist“, sagt Laura Friemert aus Bergheim. Das deutsche Gebetsbuch ermöglicht es den Jugendlich die Liturgie trotzdem zu verfolgen.

 

Die Vorfreunde unter den Kölner Jugendlichen steigt. „Ich freue mich schon auf die Vigil auf dem Feld der Barmherzigkeit“, sagt Christina Peters (24) aus Bergheim. „Für mich der Höhepunkt eines Weltjugendtages.“ Am Sonntag während der Abschlussmesse wird Papst Franziskus auch endlich den nächsten Gastgeber bekanntgeben und es wird bereits wild spekuliert. „Mein Tipp ist Asien“, sagt Christina. Mal sehen, wo es tatsächlich hingeht.

28. Juli - Papa Francesco wird frenetisch gefeiert

Krakau ist in Franziskus-Stimmung. Gestern feierten circa 700.000 Jugendliche auf den Blonia-Wiesen eine Willkommensfeier für Papst Franziskus. Rufe nach „Papa Francesco“ wurden immer lauter, als der Papst mit dem Papamobil das Feld erreichte.

 

Auch die Kölner Jugendlichen haben es sich nicht nehmen lassen, den Papst herzlich zu begrüßen. Matthias, 28 Jahre, von den Kölner Dommessdienern hat Papst Franziskus bereits auf dem Weltjugendtag in Rio und auf Reisen nach Rom erlebt. „Trotzdem ist es immer wieder etwas Besonderes, den Papst live zu sehen.“

 

Barbara Pauli (19 Jahre) aus Köln-Löwenich bedeutet es viel, dass Papst Franziskus persönlich zum Weltjugendtag erscheint. „Der Papst zeigt, dass er uns ernst nimmt und an uns interessiert ist. Man sieht, dass es ihn Freude macht mit uns zu singen und uns zu begrüßen. Ich bin stolz hier dabei zu sein.“

 

Am Samstag brechen die Pilger aus dem Erzbistum Köln zum Finale auf dem Campus Misericordiae auf, wo sie mit einer Million Jugendlichen und Papst Franziskus eine Vigil feiern werden.

27. Juli - Kardinal Woelki ruft Jugendliche zum Handeln auf

Der Kölner Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki hat am Vormittag eine Katechese für Jugendliche aus dem Erzbistum Köln und dem Bistum Trier in Trzemesna bei Krakau gehalten. Dabei forderte er die jungen Pilger auf aktiv die Gesellschaft mitzugestalten.

 

„Ihr seid die Zukunft“, ermutigte Kardinal Woelki die Jugendlichen bei der Katechese und machte klar „Auf euch kommt es an.“ Die zwei schillernden Figuren von Johannes Paul II., der auf diesem Weltjugendtag eine wichtige Rolle einnimmt sowie der erst kürzlich verstorbene Rupert Neudeck nahm Woelki als konkrete Beispiele von Barmherzigkeit. So hat Johannes Paul II. zu seiner Zeit getan, was getan werden musste und seinen Anteil an einem vereinten Europa gehabt.

 

Kardinal Woelki betonte die ungeheure Entschlossenheit und Vitalität Rupert Neudecks, der aus dem Evangelium gelebt hat. Als er die Bootsflüchtlinge aus dem südchinesischen Meer rettete, hätte er „um Menschen willen gehandelt“, so der Kardinal zu den Jugendlichen.

 

 

Im Anschluss konnten Jugendliche Fragen stellen, zum Beispiel, was zu tun ist, wenn man als Christ in der Schule „abgestempelt wird“. Kardinal Woelki erklärte, dass Jesus seine Jünger immer zu zweit ausgesandt hat und Christen nicht allein unterwegs sein sollen. Glaube wird in Gemeinschaft erlebt.

Im Anschluss gab es Mittagessen in der Schule, wo die Jugendlichen untergebracht sind. Barbara Pauli, 19 Jahre aus Köln-Löwenich resümierte: „Die Beispiele von Rupert Neudeck und Papst Johannes Paul II. haben die Katechese anschaulich gemacht.“ Peter Nguyen aus Bonn freute sich besonders, dass Rupert Neudeck in der Katechese vorkam. „Ich bin selbst im Vietnam geboren und habe das handeln von Neudeck immer verfolgt“, so der 23-jährige, der mit seinem Cousin aus den New Orleans, USA, unterwegs ist.

 

Nachmittags kam Papst Franziskus in Krakau an.

> mehr zum Papstbesuch bei domradio.de

 

Der Papst zumindest kurz im Bild #wjt #papst #kölnerinkrakau #wyd16 #wyd #wjtkoeln #pope #popefrancis

Ein von @beherztinpolen gepostetes Video am

 

26. Juli: Der Weltjugendtag in Krakau geht los

Die erste Nacht in den neuen Unterkünften ist geschafft. Die Jugendlichen aus dem Erzbistum Köln sind an zwei Standorten untergebracht, die beide etwas außerhalb liegen. Dabei übernachten manche in Gastfamilien und andere in Schulen. Täglich fahren Busse die Jugendlichen in die Stadt, wo sich inzwischen die ganze Welt versammelt hat. Überall sind Flaggen zu sehen und singende Gruppen zu bewundern.

 

In leuchtenden Farben blitzen die Pilgerrucksäcke zwischen den Menschenmassen hervor und zur Eröffnungsmesse strömten die jungen Menschen heute zur Blonia-Wiese in der Nähe der Innenstadt. Krakau ist bereit, der Weltjugendtag kann beginnen.

 

> Mehr zum 1. Tag in Krakau im Blog "AusZeit"