59 Perlen, aufgeteilt in fünf sogenannte Gesätze, auf denen die Gläubigen das Leben Jesu betrachten können: Das ist das Gebet des Rosenkranzes. Papst Pius XII. pflegte zu sagen, dass der Rosenkranz ein „Kompendium der Heiligen Schrift, sei“. In diesem Gebet ist das Leben Jesu wie in einem „Handbuch“ zusammengefasst und das ganze Heilsgeschehen von der Verkündigung des Engels bis zu Mariä Himmelfahrt enthalten. Das Besondere daran: Die Gläubigen sehen das Leben Jesu mit den Augen seiner Mutter Maria.
Der Rosenkranz hat sich aus alten Mariengebeten entwickelt
Das Christentum kennt Gebetsschnüre – denn nichts anderes ist ein Rosenkranz ursprünglich gewesen – seit dem 12./13. Jahrhundert als sogenannte „Pater-Noster-Schnüre“. In „Feiern, Feste, Jahreszeiten“ des Brauchtumsforschers Manfred Becker-Huberti heißt es, dass sich im Spätmittelalter, also ab ca. 1250, Gebetsgruppen um das Gebet herum entwickelt haben.



