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Religionsunterricht

Religion unterrichten.

Menschen prägen.

Begleitung bei den großen Fragen

Mehr als ein Schulfach

Der katholische Religionsunterricht ist ein ordentliches Unterrichtsfach und trägt maßgeblich zum allgemeinen Bildungsauftrag bei.

Er vermittelt strukturiertes und lebensbedeutsa­mes Grundwissen über den Glauben der Kirche, fördert die persönliche Auseinandersetzung mit Sinn- und Glaubensfragen sowie mit Formen gelebten Glaubens. Zudem stärkt er Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen.

Durch die Ausrichtung an der katholischen Theologie sowie pädagogischen Standards wird der Unterricht schulformgerecht und schülerorientiert gestaltet.

Die einzigartige Bedeutung des Religionsunterrichts liegt in der Förderung der Identitätsentwicklung und Orientierung von Schülerinnen und Schülern in existentiellen Fragen sowie ihrer Fähigkeit, in einer pluralen Gesellschaft sprachfähig zu werden und einen eigenen Standpunkt zu vertreten.

Der konfessionelle Religionsunterricht ist das einzige Fach mit Verfassungsrang. In allen Fragen des Religionsunterrichts besteht eine enge Zusammenarbeit zwischen Staat und Kirche (sog. res mixta).

Der Religionsunterricht ist ordentliches Lehrfach an allen öffentlichen Schulen mit Ausnahme der bekenntnisfreien Schulen (vgl. Art. 7 Abs. 3 Grundgesetz). Er wird nach Bekenntnissen getrennt in Übereinstimmung mit den Lehren und Grundsätzen der betreffenden Kirche oder Religionsgemeinschaft erteilt (vgl. § 31 Schulgesetz NRW). Er unterliegt als ordentliches Lehrfach der staatlichen Schulaufsicht.

Katholischer Religionsunterricht darf nur von Lehrerinnen und Lehrern erteilt werden, die im Besitz einer Kirchlichen Bevollmächtigung sind. Wenn auch der Religionsunterricht durch die Verfassung eingerichtet und gesichert ist, so steht er doch gesellschaftlich wie rechtlich unter einem permanenten Akzeptanz- und Legitimationsdruck.

Der Religionsunterricht ist Teil des allgemeinen Bildungsauftrags der Schule. Das Konzept dieses Faches wird theologisch und pädagogisch verantwortet.

Er weckt und reflektiert die Frage nach Gott, nach der Deutung der Welt, nach Sinn und Wert des Lebens, nach den Normen für das Handeln des Menschen und ermöglicht eine Antwort aus der Offenbarung und aus dem Glauben der Kirche. Er macht vertraut mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zu Grunde liegt und hilft, den Glauben denkend zu verantworten.

Er befähigt zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien und fördert Verständnis und Toleranz gegenüber der Entscheidung anderer. Er motiviert zu religiösem Leben und zu verantwortlichem Handeln in Kirche und Gesellschaft.

Öffentliche Schulen im Erzbistum Köln können als ergänzende Organisationsform des Katholischen Religionsunterrichts die sog. erweiterte ‚Konfessionelle Kooperation‘ beantragen. 

Die Grundlagen dafür sind in einer Rahmenvereinbarung von Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki und dem  Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Dr. Thorsten Latzel festgelegt worden. 

Der konfessionell-kooperative Religionsunterricht ist kein neues Fach, sondern eine weitere Organisationsform des konfessionellen Religionsunterrichts. Er kann jahrgangsweise beantragt werden; der Wechsel von evangelischer und katholischer Lehrkraft ist verpflichtend. 
Informationen zum Religionsunterricht und zur Konfessionellen Kooperation können über das Ministerium für Schule und Bildung oder über die Seite des Instituts für Lehrerfortbildung (IfL) abgerufen werden. 

Wichtige Texte und Vereinbarungen:

Rahmenvereinbarung des Erzbischofs von Köln, Rainer Maria Kardinal Woelki, und des Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland, Thorsten Latzel, vom 30. August 2022

Richtlinie zur Antragstellung der Evangelischen Kirche im Rheinland und des Erzbistums Köln vom 31. August 2022

Informationen zum konfessionell-kooperativen Religionsunterricht für Schulleiterinnen und Schulleiter sowie Religionslehrerinnen und Religionslehrer

In NRW wird der konfessionelle Religionsunterricht in der Regel in konfessionell getrennten Lerngruppen erteilt. Seit einigen Jahren gibt es für Schulen zudem die Möglichkeit, als ergänzende Organisationsform Religionsunterricht in Konfessioneller Kooperation (kokoRU) zu beantragen.

Darüber hinaus haben die evangelischen Landeskirchen und katholischen (Erz-) Bistümer in NRW sechs „Thesen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht in NRW“ verfasst, die die Relevanz des Religionsunterrichts für Schule und Gesellschaft sowie die je individuelle Identitätsentwicklung von Kindern und Jugendlichen unterstreichen. Dazu bedarf es eines konfessionellen Unterrichts, der den Schülerinnen und Schülern die Begegnung mit einer authentisch und transparent gelebten und gelehrten Religion ermöglicht, um sie sprach- und urteilsfähigstandpunktfähig zu machen in Fragen des Glaubens und des Lebens – auch im Hinblick auf die Pluralität der Religionen und Weltanschauungen. Der Religionslehrerin bzw. dem Religionslehrer kommt hierbei eine starke und wichtige Rolle zu. Die Thesen beschreiben die Kontexte des Religionsunterrichts und setzen auf der Grundlage der geltenden Rechtslage Kriterien zu seiner Weiterentwicklung.

Thesen für einen zukunftsfähigen Religionsunterricht in NRW. Eine Grundorientierung (Link einfügen!)

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Religion unterrichten – was muss ich tun?

Katholischer Religionsunterricht wird von Lehrerinnen und Lehrern erteilt, die die fachlichen Voraussetzungen erfüllen und im Besitz einer Kirchlichen Bevollmächtigung sind.

Alle Informationen dazu finden Sie hier:

Fortbildung, Beratung & Begleitung

Wir unterstützen Sie bei Ihren Aufgaben als Religionslehrer/in - in Handwerk & Haltung.

Als katholische Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind Sie tagtäglich in Ihrer Fachkompetenz, aber auch mit Ihrer Glaubensüberzeugung und persönlichen Kompetenz gefragt. Im Schulalltag sind Sie mit Handwerk und Haltung präsent.

Bei dieser schönen und herausfordernden Aufgabe unterstützen wir Sie durch Fachfortbildungen und Angebote zur Beratung und (geistlichen) Begleitung. Nehmen Sie außerdem gerne Kontakt  mit uns auf, wenn Sie ein persönliches Gespräch rund um Ihre Aufgabe als Religionslehrer/in suchen.

Zur Info:

Lehrerfortbildung im Erzbistum Köln möchte (Religions-) Lehrer/innen in „Handwerk & Haltung“ unterstützen, weiterentwickeln und stärken. Mit ‚Handwerk‘ wird die im engeren Sinne fachliche Professionalität beschrieben, mit ‚Haltung‘ die Sprach-, Ausdrucks- und Handlungsfähigkeit des je eigenen Glaubens im Kontext des Glaubens der Kirche. In unseren Veranstaltungen wollen wir dazu anregen, zum einen das religionspädagogische Handwerk weiterzuentwickeln und zum anderen die eigene Person und Position ins Spiel zu bringen.

Dabei erfüllt kirchliche Lehrerfortbildung einen wichtigen Teil der Schul- und Unterrichtsentwicklung an öffentlichen und freien Schulen.

Hier gelangen Sie zur Unterseite ‘Fort- und Weiterbildung‘ 

„Was ist der Sinn des Lebens?“, „Gibt es einen Gott?“‘, „Was kommt nach dem Tod?“

Diese und viele andere Fragen haben Kinder und Jugendliche. Und sie werden diese für sich ganz unterschiedlich beantworten – je nach religiöser Sozialisation, je nach persönlichen Einstellungen und Haltungen. 

Dieser unter Umständen sehr heterogenen Schülerschaft einen Zugang zum christlichen Glauben zu eröffnen, stellt eine bedeutende Aufgabe für die Religionslehrerin oder den Religionslehrer dar hinsichtlich der fachlichen Kenntnisse sowie pädagogischen und methodisch-didaktischen Fähigkeiten.

Wir möchten Sie, die katholischen Religionslehrerinnen und Religionslehrer, auf Ihrem Glaubensweg unterstützen und Sie in Ihrer Spiritualität und persönlichen Kompetenz stärken. Mehr über unsere Beratungs- und Begleitungsangebote: Geistliche Begleitung sowie Supervision & Beratung.

Diese und weitere Angebote zur Stärkung und Unterstützung in Ihrer Aufgabe als Religionslehrerin und Religionslehrer über sementis finden Sie hier. 

 

Unterstützung in greifbarer Nähe:

Unsere Schulreferate

Die Schulreferate in Ihrer Nähe unterstützen Sie in allen Belangen des Religionsunterrichts.

Die Mitarbeitenden in den Schulreferaten stehen allen Beteiligten des Religionsunterrichts als AnsprechpartnerInnen zur Verfügung und bieten individuelle Beratung sowie Unterstützung bei fachlichen, organisatorischen und rechtlichen Fragen.

Religionslehrkräfte profitieren von einem breiten Angebot an praxisnahen Fortbildungen, die pädagogische, methodische und theologische Themen abdecken. In den Mediatheken der Schulreferate finden Sie eine vielfältige Auswahl an Materialien, Büchern und Zeitschriften für die Planung und Gestaltung Ihres Religionsunterrichts. 

Ziel ist es, die Unterrichtsqualität stetig zu verbessern und Lehrkräfte in ihrer täglichen Arbeit zu stärken. Darüber hinaus setzen sich die Schulreferate für bessere Rahmenbedingungen des Religionsunterrichts ein, indem sie eng mit Schulen, Gemeinden und staatlichen Partnern zusammenarbeiten, um optimale Voraussetzungen für den Religionsunterricht zu schaffen.

Neben der Stärkung des Religionsunterrichts unterstützen die Schulreferate Sie auch in Fragen der Schulpastoral und der Kath. Bekenntnisschulen. 

Die „Schulausbildung“ ist eine religionspädagogische Ausbildung für alle Pastoralen Dienste, Priesteramtskandidaten, für Ordensleute und auch für Teilnehmende des „Religionspädagogischen Kurses“ der Domschule Würzburg. 

Ziel ist es, eine staatliche Lehrbefähigung für das Fach Katholische Religionslehre und eine kirchliche Missio Canonica zu erwerben (Kl. 1-10, außer Gymnasium).

Für weitere Informationen zur Schulausbildung kontaktieren Sie gerne Frau Stefanie Esser.

  • Schule gilt als „pastoraler Ort“
  • Antreffen einer jugendpastoralen Wirklichkeit
  • Berufliche Erfahrungen in multiprofessionellen Zusammenhängen werden gemeinsam reflektiert und Konsequenzen abgeleitet (hospitieren, beraten, unterstützen)
  • Erwerb von Fachlichkeit (Theologische Gehalte vor dem Hintergrund von Exemplarizität, Elementarisierung und didaktischer Reduktion betrachten)
  • Sie lernen, adressatenorientiert zu planen und Leitungskompetenzen zu entwickeln.
  • Übung in interdisziplinärem Dialog- und Diskurskompetenz (Themenfelder mit Weite fokussieren – Ambivalenz; diskursive Auseinandersetzung mit dem Thema)
  • Religionspädagogische Ausbildung für die Schule als Mehrwert für die Katechese (z.B. Medien und Methoden eigenschaftsbezogen beurteilen und funktional einsetzen …)
  • Schriftliche Planungen als Element für Schule und Gemeindearbeit nutzen

Religionspädagogische Ausbildung

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Schulpraktische Impulse für die Religionslehrer/innen

Dreimal im Jahr erscheinen die ‘Impulse’, die aktuelles Zeitgeschehen sowie brennende Fragen zwischen Kirche und Welt für den Religionsunterricht aufnehmen und theologisch, spirituell und didaktisch greifbar machen. Seit dem Sommer 2026 werden die Materialien auf einer digitalen Plattform zur Verfügung gestellt.

Unser Magazin „Impulse“

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Honorierung von Spitzenleistungen – Stärkung des Religionsunterrichts

Der Abiturpreis würdigt leistungsbereite und leistungsstarke Schülerinnen und Schüler im Fach Katholische Religionslehre und will junge Menschen dazu motivieren, sich vertiefend mit religiösen Fragen auseinanderzusetzen.

Gleichzeitig fördert der Abiturpreis das Bewusstsein für die Bedeutung des
Religionsunterrichts als schulisches Fach und macht sichtbar: 
Religiöse Bildung ist verwurzelt in schulischer Bildung und ein unverzichtbarer Teil davon.

Der Preis soll die Schülerinnen und Schüler anregen, sich kreativ und mit Verantwortung einzubringen: für die Schöpfung, in Gesellschaft, mit ihrer Religiosität.

Die Preisträgerinnen und Preisträger erhalten ein Glückwunschschreiben, ein kleines, nachhaltiges Geschenk sowie eine Urkunde über eine Baumpflanzung. Diese erfolgt als Kompensationsleistung über ein bereits bestehendes Baumprojekt des Erzbistums Köln und wird den Schülerinnen und Schülern in einer Urkunde bestätigt.

Ausgezeichnet: Der Abiturpreis

Qualität macht Schule!

Der neue Instagram-Account des Bereichs Schule & Hochschule

Häufige Fragen zum Religionsunterricht

Der konfessionelle Religionsunterricht, der als einziges Unterrichtsfach Verfassungsrang hat (Grundgesetz Art. 7 Abs. 3), wird in Übereinstimmung mit den Grundsätzen der Religionsgemeinschaften erteilt. Der katholische Religionsunterricht vermittelt strukturiertes und lebensbedeutsa­mes Grundwissen über den Glauben der Kirche, fördert die persönliche Auseinandersetzung mit Sinn- und Glaubensfragen sowie mit den Formen gelebten Glaubens  und stärkt Verständnis und Toleranz gegenüber anderen Religionen und Weltanschauungen.

Lehrer/innen, die im Besitz einer kirchlichen Bevollmächtigung (missio canonica/Kirchl. Unterrichtserlaubnis) sind und die fachlichen Voraussetzungen erfüllen, dürfen katholischen Religionsunterricht erteilen.

Alle Fragen, die den Religionsunterricht betreffen (inhaltliche, rechtliche, Fortbildungen, Materialien usw.), beantworten gerne die regionalen Schulreferentinnen und  die Erzb. Schulrätinnen und Schulräte im Maternushaus.

Die konfessionelle Kooperation ermöglicht es katholischen und evangelischen Lehrkräften, auf der Grundlage entsprechender Vereinbarungen den Religionsunterricht unter der Überschrift “Gemeinsamkeiten stärken – Unterschieden gerecht werden” zu gestalten. KokoRU ergänzt als zusätzliche Organisationsform den konfessionellen Religionsunterricht.

Die Missio canonica kann über die entsprechenden Ansprechpersonen im Maternushaus oder über die zuständigen Schulreferate beantragt werden. 

Anträge für die Konfessionelle Kooperation können bis zum 31. Januar eines Jahres gestellt werden.  Voraussetzung für die Genehmigung ist u.a. die Teilnahme an einer entsprechenden Fortbildung. Weitere Informationen erhalten Sie bei den Schulreferaten oder dem Schulministerium NRW

Das Erzbistum Köln stellt den Lehrkräften kostenlos u.a. die Publikation ‚impulse‘ zur Verfügung, in der unterrichtsbezogene Themen praxisnah didaktisch-methodisch aufgearbeitet und digital bereit gestellt werden; gleiches gilt für den Newsletter ‚Impulse zur Zeit‘, der sich vornehmlich aktuellen Themen und Anlässen widmet. Daneben bieten die Mediotheken der regionalen Schulreferate zahlreiche Materialien wie Fachbücher, Zeitschriften und Unterrichtsimpulse an, die kostenlos ausgeliehen werden können. 

Bleiben Sie auf dem Laufenden:

Wer wir sind – und was wir für Sie tun

Der Fachbereich Religionsunterricht, Lehrerbildung und öffentliche Schulen

... kümmert sich um alle Fragen rund um den Religionsunterricht und die öffentlichen katholischen Bekenntnisschulen, verantwortet die Lehrerfortbildung für Religionslehrer/innen und beschäftigt sich mit der kirchlichen Mitwirkung an Hochschulen und im Theologiestudium.