Kardinal Woelki überreicht Missio canonica im Kölner Dom:56 neue Religionslehrerinnen und Religionslehrer im Erzbistum Köln beauftragt

Köln. 56 neu ernannten Religionslehrerinnen und Religionslehrern hat Erzbischof Rainer Maria Kardinal Woelki im Kölner Dom die Missio canonica überreicht. Mit dieser Urkunde erhalten sie die offizielle bischöfliche Beauftragung, katholischen Religionsunterricht zu erteilen. Die feierliche Übergabe fand am Dreikönigenschrein statt.
Religionsunterricht hat besondere Rolle
Die Verleihung am Dienstag, 17. März, war eingebettet in einen Besinnungstag, der traditionell den Rahmen für diesen Anlass bildet. Unter dem Titel „Herzenssache Religionsunterricht. Gemeinsam unterwegs als Religionslehrerin und Religionslehrer – mit Anspruch und Zuspruch“ gestaltete der Direktor und Regens des Priesterseminars St. Albert, Pfarrer Regamy Thillainathan, den geistlichen Impuls. Er betonte die besondere Rolle des Religionsunterrichts im Bildungsauftrag der Schule: Hier könnten Kinder und Jugendliche ihre Fragen stellen und Orientierung für ihr Leben finden – insbesondere in Zeiten der Verunsicherung. Diese Dimension nannte er „Herzensbildung“, die dazu befähige, das eigene Leben aus dem Glauben heraus und in Verantwortung für sich und andere zu gestalten.
Bezugspersonen für junge Menschen in entscheidenden Phasen
Höhepunkt des Tages war die Eucharistiefeier mit Kardinal Woelki. In seiner Predigt stellte er den Entlassgruß der Messe in den Mittelpunkt: „Gehet hin in Frieden“, der den lateinischen Ursprung „Ite, missa est“ nur sinngemäß wiedergebe. Dieser bedeute vielmehr: „Geht hinaus, ihr seid gesendet. Ihr seid Boten, Zeuginnen und Zeugen.“ Daraus ergebe sich der Auftrag, den Glauben im Alltag lebendig werden zu lassen. Mit Blick auf die neuen Religionslehrerinnen und Religionslehrer sagte der Erzbischof: „Wer gesendet wird, muss Gott kennengelernt und ihn erfahren haben, sonst bleiben die Worte nur Worte, leere Worte. In den Jahren der Ausbildung haben Sie erfahren, dass Sie viel mehr sind als sprechende Bücher. Sie sind Bezugsperson für junge Menschen in einer entscheidenden Lebensphasen, in der diese ihr Wertesystem entwickeln. Ich wünsche Gottes Segen für Ihre berufliches Leben und für Sie, damit Sie für Ihre Schülerinnen und Schüler Tat für Tag zu einem Segen werden.“
Beim Empfang im Priesterseminar St. Albert gratulierte auch Thomas Pitsch, Bereichsleiter für Schule & Hochschule im Erzbistum Köln. Mit einem Wort des heiligen Augustinus gab er den neuen Lehrkräften einen Wunsch mit auf den Weg: „In dir muss brennen, was du in anderen entzünden willst.“ Er verband dies mit der Hoffnung, dass das Fach Katholische Religionslehre ihnen „zu Herzen gehen, Sie entflammen möge, damit Sie begeisterte Zeugen der Frohen Botschaft sind“.
Hintergrund
Neben der staatlichen Qualifikation ist die Missio canonica Voraussetzung für die Erteilung des katholischen Religionsunterrichts, der als gemeinsame Aufgabe von Staat und Kirche (res mixta) verstanden wird. Im Erzbistum Köln gibt es 1.587 Schulen, darunter 32 in katholischer freier Trägerschaft. Rund 4.500 Religionslehrerinnen und Religionslehrer sind derzeit mit kirchlicher Beauftragung im Einsatz.
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