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Erzbistum Köln - Geschichte des eucharistischen Gebets - Kalendarium 2024:Ewiges Gebet: Termine 2024 und Gestaltungsideen

Die Marienkapelle ist der geistliche Mittelpunkt des Maternushauses Ex-Bild-DB-ID: 13676
Datum:
20. Dez. 2023
Von:
Newsdesk/Je
Erzbistum Köln - Geschichte des eucharistischen Gebets - Kalendarium 2024

Beten ist Sprechen mit Gott. Das ganze Kirchenjahr über soll in unserem Erzbistum dieses Gespräch mit Gott stattfinden - ein ewiges Gebet. Denn es ist eine der Grundaufgaben von Kirche, Menschen zu einer Beziehung zu Gott zu führen.

Viele Bistümer, so auch unser Erzbistum, haben das Ewige Gebet über ein Jahr auf die Kirchengemeinden des Bistums verteilt. Am 1. Januar beginnt das Ewige Gebet des neuen Jahres im Kölner Dom. Jede Kirchengemeinde feiert es an einem bestimmten Tag, an dem das Allerheiligste in der Kirche ausgesetzt wird. Die Gebetszeiten sind offen für alle Gläubigen. Ein solcher Tag des Ewigen Gebets wird meist mit einer Hl. Messe begonnen und endet mit einer feierlichen Andacht am Abend.

Termine in den Kirchen des Erzbistums 2024

Die Termine für das Ewige Gebet in den Kirchen sind auf unterschiedliche Weise geregelt. Viele Gemeinden haben einen festen Kalendertag, andere feiern den Tag an einem festgelegten Wochentag vor oder nach dem Patrozinium. Dadurch fällt der Termin jedes Jahr auf einen anderen Kalendertag. Wegen des variablen Ostertermins liegen auch die Feste des liturgischen Kalenders jedes Jahr auf unterschiedliche Kalenderdaten.

Jedes Jahr wird auf www.liturgie-erzbistum-koeln.de das aktuelle chrono­logische Kalendarium mit den Terminen des Ewigen Gebets im Erzbistum Köln veröffentlicht. Den Kalender für das Jahr 2024 können Sie am Ende dieser Seite als PDF-Datei herunterladen.

Ist das Ewige Gebet noch zeitgemäß?

Immer wieder stellen Menschen die Frage, ob das Ewige Gebet in seiner klassischen Form noch zeitgemäß sei. "Ja, es ist noch zeitgemäß, wenn wir den Aspekt der Gebets­gemein­schaft in den Vorder­grund stellen. Wenn man bedenkt, was dahinter steckt – nämlich, dass wir betende Gläubige in Gemeins­chaft vor Gott sein sollen –, dann können wir nicht vom Ewigen Gebet lassen. Anders formuliert: Würden wir sagen, dass das Beten für uns keine Rolle mehr spielt, dann könnten wir als Kirche einpacken", ist der Liturgierferent des Erz­bistums, Professor Dr. Alexander Saber­schinsky, überzeugt.

Saberschinsky sieht in dieser Gebetsform durchaus Potential für die Zukunft: "Wir müssen dem Ewigen Gebet eine Zukunft geben und wir müssen potenziellen Betern deutlich machen, welch ein schönes Angebot und Hilfe es für ihr Leben sein kann. Nicht zuletzt – angesichts immer weniger Priester: Das Ewige Gebet kann voll­ständig von Laien durchgeführt werden. Auch deshalb hat es hoffentlich eine Zukunft."

Neue Formen des Ewigen Gebets

In vielen Gemeinden führt das Ewige Gebet eher ein Nischen­dasein. So ist es zum Beispiel für viele Menschen schwierig, unter der Woche tags­über die Gebetszeiten in den Kirchen zu besuchen.

Zeitgemäße Ideen und Anregungen laden dazu ein, das Ewige Gebet neu zu entdecken und beleben. So führen z.B. einige Gemeinden das Ewige Gebet in Form einer Gebets­kette durch: In den Stunden, in denen erfahrungsgemäß niemand in die Kirche kommen kann, wird das Gebet Gemeindem­itgliedern zu Hause oder am Arbeits­platz für die Frühstücks- oder Mittagspause anvertraut. So können auch alte und kranke Menschen daran teil­nehmen und in diesen Zeiten stell­vertretend für die Gemeinde beten.

Die Arbeitshilfe "Betend nah ich dir: Handreichung mit Impulsen zur Eucharistischen Anbetung" hat ver­schiedene Ideen zusammengestellt. (Leider ist sie derzeit vergriffen, eine Neuauflage ist in Vorbereitung.)

Geschichte des Ewigen Gebets

Seit dem 10. Jahrhundert entstand in Klöstern die Tradition, in einer Kapelle den Leib Christi in Gestalt der Hostie zu verehren. Aus der Gebetsform der Anbetung ent­wickelte sich das Ewige Gebet vor dem in der Monstranz ausge­setzten Altar­sakra­ment. Um die Präsenz Christi in der Welt ständig gegen­wärtig zu halten und sich immer daran zu erinnern, führte man die Anbetung zu jeder Tages- und Nachtstunde ein. In Deutschland wurde das Ewige Gebet von Johann Philipp von Walderdorff (1701 - 1768) eingeführt.

Früh wurde an der eucharistischen Anbetung jedoch auch Kritik laut. Dabei stellte sich die Frage, ob die Eucharistie, die eigent­lich Speise der Gläubigen sei, hier nicht zum „ Anschauungs­objekt“ werde. In den liturgischen Büchern der Kirche ist ein­deutig definiert, dass sie in erster Linie Speise sei, die in der Eucharistie­feier ihren Platz habe. Jedoch habe die Anbetung außer­halb der Messe ebenfalls ihre Berech­tigung. Das Ewige Gebet soll aber stets rück­gebunden sein an die Messfeier, die im Ideal­fall auch am Beginn der Anbetung steht.

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