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Freundschaftsbund für das Leben:Zulassungsfeier der Taufbewerber in St. Gereon

Fotografie von Kardinal Woelki im Gespräch mit einer Taufbewerberin.
Datum:
23. Feb. 2026
Von:
Newdesk/ras
Am 21. Februar hat Rainer Maria Kardinal Woelki in einem Gottesdienst in der Kölner Basilika St. Gereon knapp 40 Personen feierlich zur Erwachsenentaufe zugelassen. Die Frauen und Männer verschiedener Altersgruppen stammen aus dem gesamten Erzbistum Köln.

Ihr Taufwunsch sei die persönliche Antwort auf die Gegenwart und den Anruf Gottes. Dies sagte Rainer Maria Kardinal Woelki den knapp 40 anwesenden Taufkandidatinnen und -kandidaten in der Kölner Basilika St. Gereon am Vortag des ersten Fastensonntags zu. „Sie haben schon gespürt, dass Jesus sie ruft, annimmt und liebt. Deshalb sind Sie in der Kirche keine Fremden mehr. Sie glauben ja schon“, rief er den Frauen und Männern unterschiedlicher Altersgruppen zu, um sie in ihrem Anliegen zu bestärken.

Bereits in der frühen Kirche war es üblich, dass ein Bischof die Täuflinge der kommenden Osternacht am ersten Sonntag der österlichen Bußzeit offiziell als Katechumenen einer Gemeinde annahm. Die Kirche hat diesen Brauch über Jahrhunderte beibehalten und verstärkt ihn auch wieder. Die Bewerber wurden von Vertretern der Evangelisierungs-Stellen FIDES in Köln, Düsseldorf, Bonn und Wuppertal oder von ihren Pfarrern und Seelsorgern in Ortsgemeinden des Bistums wie auch von zukünftigen Paten und ihren Angehörigen begleitet. Im Erzbistum werden in der Osternacht aber mehr als diese etwa 40 Personen getauft. Eine weitere Anzahl war beruflich oder gesundheitlich an diesem Tag verhindert.

Vorstellung der Kandidaten und ihrer Taufmotive

Zu Beginn des Gottesdienstes stellten sich die Bewerber einzeln und persönlich mit ihren Taufmotiven der Gemeinschaft vor. Darunter waren viele, die sich bereits seit langem als Christ oder Christin empfanden, dies aber durch die Taufe endlich öffentlich machen möchten. Mancher hat den Ruf Gottes in einer Krisensituation erlebt, andere gehörten vorher einer nicht-christlichen Religion an.

Ganz unterschiedliche Bewerber

Wieder andere belegten ihren Taufwunsch mit einem biblischen Zitat wie „Wohin sollen wir gehen? Herr, du hast Worte des ewigen Lebens“. Unter den Taufbewerbern waren zwei Jungschützen der St.-Hubertus-Schützenbruderschaft aus Dormagen-Horrem, die man an ihrer Schützenuniform erkannte. Für einen gehörlosen Bewerber wurde der Gottesdienst in Gebärdensprache übersetzt. Einige Frauen und Männer waren über die internationalen Fluchtbewegungen der letzten Jahre nach Deutschland gekommen.

Obwohl alle schon den Ruf Gottes verspürt hätten, seien die Sakramente der Taufe, Firmung und Eucharistie wie auch die Vorbereitung darauf trotzdem noch notwendig. Das erklärte der Erzbischof von Köln in seiner Katechese zu den Sakramenten, die als „wirkmächtige Zeichen Geschenke Jesu“ seien, um tiefer in die Wirklichkeit Gottes einzudringen. Die Taufe sei ein „Freundschaftsbund“ für das ganze Leben, den auch der Tod nicht mehr nehmen könne. „Die Tür zu Jesus bleibt ewig auf“, so Kardinal Woelki.

Die der Taufe folgende Firmung verweise auf den Heiligen Geist, der der Begleiter eines jeden in dieser Welt ist. Und schließlich ist die Teilnahme an der ersten Heiligen Kommunion zum Abschluss der drei ersten Sakramente die „Ration auf dem Weg des Lebens“, die der Christ immer wieder brauche, um seinen Lebensweg zu bewältigen. Denn in der Eucharistie schenke sich Jesus jedem noch einmal persönlich. „Jesus ist bei mir und ganz viele andere auch“, das vermittle die Kommunion.

Segnung der Sendschreiben

Zum Abschluss des Gottesdienstes beauftragte der Kardinal die geistlichen Begleiter und Priester die Taufvorbereitung und die Spendung der Sakramente durchzuführen. Dazu gehört es beispielsweise auch, seine Taufkerze selbst zu gestalten und mit Symbolen des Glaubens zu versehen. Jeder Taufbewerber hatte ein „Sendschreiben“ - einen persönlichen Brief – verfasst, in dem sie oder er ihren Taufwunsch darlegten. Diese Schreiben segnete der Kardinal und bat darum, für die Bewerber zu beten.

Der Nachmittag schloss mit einem freundschaftlichen Zusammensein in der Vorhalle der Basilika.

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