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Judentum

"Wer Jesus Christus begegnet, begegnet dem Judentum." So beginnt die Erklärung der deutschen Bischöfe vom April 1980 „Über das Verhältnis der Kirche zum Judentum". Das Zweite Vatikanische Konzil würdigt das Judentum und die Juden nach Jahrhunderten der Ausgrenzung, Diskriminierung, Ablehnung und Verfolgung als das von Gott berufene und für immer erwählte Volk. Die katholische Kirche möchte „die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist." (NA 4)

Das Referat vermittelt Informationen zu

  • Grundlagen des jüdischen Glaubens und Lebens
  • Orte jüdischen Lebens im Bereich des Erzbistums Köln
  • den jüdischen Wurzeln des Christentums
  • Gemeinsamkeiten und Unterschieden
  • Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden
  • Gesellschaften christlich-jüdischer Zusammenarbeit und zur Woche der Brüderlichkeit

Das Referat berät bei der Planung von Vorträgen, Veranstaltungen und Seminaren sowie bei der Frage der Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden

Ansprechpartner: Thomas Frings

9.-10. Juni 2026: …und jetzt? Fachtag für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren

Zusammen mit den Bistümern und Landeskirchen in NRW findet vom 9.-10. Juni 2026 in Siegburg der Fachtag für Multiplikatorinnen und Multiplikatoren zum Thema „Antijüdische Darstellungen in und an Kirchen“ statt.

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Leitlinien zum Umgang mit antijüdischen Artefakten

Die katholischen (Erz-)Bistümer und evangelischen Landeskirchen in NRW haben Leitlinien zum Umgang mit antijüdischen Artefakten in und an Kirchenräumen herausgegeben.

Bestellung über Kontaktformular

Gedenken an den 85. Jahrestag der Reichspogromnacht

Anlässlich des 85. Jahrestags der Reichspogromnacht bringen die fünf katholischen (Erz-)Bistümer in Nordrhein-Westfalen in einem gemeinsamen Schreiben ihre Sorge über den erstarkenden Antisemitismus in Deutschland zum Ausdruck und verurteilen Angriffe auf jüdische Einrichtungen und Menschen. > zum Bischofswort

Handreichung des Gesprächskreises Christen und Juden beim ZdK

#beziehungsweise - jüdisch und christlich: näher als du denkst

Ökumenische Kampagne zu 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

2021 ist ein besonderes Jahr: Vor 1700 Jahren wurde zum ersten Mal eine jüdische Gemeinde in Deutschland erwähnt, nämlich im Jahr 321 in Köln. Zu diesem Anlass wurde das bundesweite Festjahr „#2021 Jüdisches Leben in Deutschland“ ausgerufen. Auch die katholische Kirche ist aufgerufen, aktuelles jüdisches Leben in Deutschland ins Bewusstsein zu rufen und sich ihrer jüdischen Wurzeln und Bezüge klarer zu werden.

Für das kommende Jahr wird von der Deutschen Bischofskonferenz (DBK) und der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) die Kampagne #beziehungsweise: jüdisch und christlich – näher als du denkst getragen. Sie möchte in 12 Monatsplakaten Verbindendes zwischen Judentum und Christentum aufzeigen und Unterschiede benennen. 

Da es sich um eine Mitmach-Kampagne handelt, die jeweils einer regionalen Umsetzung bedarf, haben sich die katholische und evangelische Kirche in Nordrhein-Westfalen zusammengeschlossen und eine NRW-Fassung der Plakate erstellt. Das Projekt besteht aus 12 Plakaten, die jeweils einen christlichen mit einem jüdischen Feier- oder Gedenktag verbinden und anhand der Feste Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen beiden Religionen erläutern. Ziel des Projektes ist es, die Ergebnisse des christlich-jüdischen Dialogs in die Gemeinden und Schulen zu tragen. Dabei kommen katholische und evangelische Stimmen ebenso zu Wort wie auf jüdischer Seite liberale und orthodoxe Positionen. Die Kampagne wird von der Deutschen Bischofskonferenz und der evangelischen Kirche in Deutschland unterstützt.

Ergänzende Materialien finden Sie unter www.juedisch-beziehungsweise-christlich.de.

Bitte nutzen Sie für NRW ausschließlich die folgenden Plakate und nicht die Vorlagen auf der bundesweiten Internetseite.

Weihbischof Rolf Steinhäuser lädt zur Teilnahme ein

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„Nutzen Sie gerne auch die Materialien für Ihr Programm in der Gemeinde und nehmen Sie die Kampagne zum Anlass, sich intensiver mit den Verbindungen zwischen Christentum und Judentum und heutigem jüdischen Leben in Deutschland zu beschäftigen. Ich bin überzeugt davon, dass dies uns Christen und die ganze Gesellschaft bereichern wird. Ich freue mich, wenn Sie bei dieser Kampagne mitwirken.“ 

Empfehlungsschreiben von Weihbischof Rolf Steinhäuser, Bischofsvikar für den interreligiösen Dialog

Alle Plakate in einer Datei

Allgemeines Bild

#1 - Januar

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#2 - Februar

bzw_02purim

#3 - März

bzw_03brit_mila

#4 - April

bzw_04pessach

#5 - Mai

bzw_05schawuot

#6 - Juni

bzw_06bar-mizwa

#7 - Juli

bzw_07schabbat

#8 - August

bzw_08tischa_baw

#9 - September

bzw_09jom_kippur

#10 - Oktober

bzw_10sukkot

#11 - November

bzw_11sachor

#12 - Dezember

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Materialien/Dokumente

Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in NRW

Liebe Jüdinnen und Juden in Nordrhein-Westfalen,

wir grüßen Sie herzlich zum Neujahrsfest 5787.

In diesem Jahr finden in zeitlicher Nähe zu Rosch HaSchana in mehreren Bundesländern Wahlen statt. Freie und allgemeine Wahlen machen den Kern unserer Demokratie aus. Darin realisiert sich das Menschenbild, das Judentum und Christentum prägt; alle Menschen sind mit gleicher Würde geschaffen: „Gott schuf den Menschen zu seinem Bilde.“ (Gen 1,27)

Dass sich Deutschland nach der Zeit des Nationalsozialismus zu einem demokratischen Staat entwickeln würde, war nicht absehbar. Wir sind dankbar, dass auch von der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft verfolgte Jüdinnen und Juden die beginnende Demokratie in Deutschland unterstützt haben. Schon in den ersten Jahren nach Ende der Diktatur wurden jüdische Gemeinden in Deutschland neu gegründet und Jüdinnen und Juden brachten sich in Politik und Zivilgesellschaft ein. Dieses Engagement können wir nicht hoch genug schätzen. Es gehört unlöslich zu unserer Geschichte – und zu unserer Zukunft.

Demokratie ist keine Selbstverständlichkeit. Sie kann nur existieren, wenn Menschen sich aktiv für sie einsetzen. Dies ist gerade heute nötig, wo die Feinde der Demokratie die Mittel des demokratischen Rechtsstaates nutzen, um diesen abzuschaffen. Antisemitische und antidemokratische Einstellungen gehen dabei oft Hand in Hand. Wer die Demokratie einschränkt, diskriminiert Menschen und grenzt sie vom gesellschaftlichen Leben aus.

Die Freude über den Beginn eines neuen Jahres geht einher mit den Herausforderungen, die dieses neue Jahr mit sich bringt. Lassen Sie uns als Juden und Christen in diesem Jahr gemeinsam wirken für den Erhalt der Demokratie – zusammen mit allen Menschen, die dem gleichen Ziel verbunden sind.

Gemeinsam mit Ihnen vertrauen wir: Gott behütet unseren Ausgang und Eingang. Darin liegt unsere Zuversicht und Zukunft.

Wir wünschen Ihnen ein gesegnetes Neujahrsfest.

Schana tova umetukka!

 

Thomas Frings

Thomas Frings

Referent
Judentum
Abrahamitische Religionen

Beiträge im WDR-Radio

11. Dezember 321 – Nachweis jüdischen Lebens auf dem Gebiet des heutigen Deutschlands

Stimmen zur Kampagne #beziehungsweise

Ein Interview mit Thomas Frings, Referent für den Dialog mit dem Judentum im Erzbistum Köln

Rabbiner Jehoschua Ahrens, Mitwirkender der Orthodoxen Rabbinerkonferenz Deutschlands (ORD) bei der Kampagne - zum Interview auf das Bild klicken