Judentum

Judentum

"Wer Jesus Christus begegnet, begegnet dem Judentum." So beginnt die Erklärung der deutschen Bischöfe vom April 1980 „Über das Verhältnis der Kirche zum Judentum". Das Zweite Vatikanische Konzil würdigt das Judentum und die Juden nach Jahrhunderten der Ausgrenzung, Diskriminierung, Ablehnung und Verfolgung als das von Gott berufene und für immer erwählte Volk. Die katholische Kirche möchte „die gegenseitige Kenntnis und Achtung fördern, die vor allem die Frucht biblischer und theologischer Studien sowie des brüderlichen Gespräches ist." (NA 4)

Das Referat vermittelt Informationen zu

  • Grundlagen des jüdischen Glaubens und Lebens
  • Orte jüdischen Lebens im Bereich des Erzbistums Köln
  • den jüdischen Wurzeln des Christentums
  • Gemeinsamkeiten und Unterschieden
  • Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden
  • Gesellschaften christlich-jüdischer Zusammenarbeit und zur Woche der Brüderlichkeit

Das Referat berät bei der Planung von Vorträgen, Veranstaltungen und Seminaren sowie bei der Frage der Kontaktaufnahme mit Synagogengemeinden.

Ansprechpartner: Thomas Frings

Grußwort der evangelischen Landeskirchen und der katholischen Bistümer in NRW

Liebe jüdische Gläubige!

Schana tova umetukka! Zum jüdischen Neujahrsfest 5781 übersenden wir Ihnen herzliche Grüße. Möge sich für Sie alle der alte traditionelle Neujahrsgruß bewahrheiten, der vom „Eingeschriebenwerden im Buch des Lebens“ spricht.

Wir nehmen wahr, dass die jüdische Gemeinschaft das Neujahrsfest zum Anlass nimmt, auf Vergangenes zurückzuschauen und hoffend Neues zu erwarten. Auch uns Christinnen und Christen kann Rosch HaSchana zum Symbol für den von Gott gesetzten Neuanfang von Leben werden. Es erinnert daran, dass der Mensch von Gott dazu erschaffen ist, die Schöpfung zu bewahren. Dieser Ruf – aber auch die damit verbundene Zusage Gottes – haben angesichts der großen globalen Herausforderungen eine wertvolle Bedeutung für unsere ganze Gesellschaft.

Als katholische und evangelische Kirchen senden wir Ihnen in diesem Jahr erstmals ein gemeinsames Grußwort. Daran zeigt sich, dass sich die evangelische und die katholische Kirche hinsichtlich der besonderen Bedeutung jüdischen
Lebens in unserem Land und jüdischer Tradition für unsere christliche Identität einig sind.

Wir stehen auch mit Blick auf die erschreckenden antisemitischen Entwicklungen entschieden an Ihrer Seite und wirken aktiv allen Formen judenfeindlicher Haltungen entgegen. Im kommenden Jahr setzt das Festjahr "2021 - Jüdisches Leben in Deutschland" einen besonderen thematischen Schwerpunkt.

Wir nehmen dies zum Anlass, auch mit kirchlichem Engagement dazu beizutragen, dass jüdisches Leben als Teil unserer vielfältigen Gesellschaft erlebbar wird.

Wir wünschen Ihnen von Herzen ein gesegnetes, Glück bringendes Jahr 5781. Gott schütze und behüte Sie, Ihre Familien und Ihre Gemeinden! Er schenke Ihnen und der ganzen Welt Frieden und Zuversicht.

Schana tova!

Grußwort als pdf: > Link