Künstliche Intelligenz ist omnipräsent und wird vielfach diskutiert. Papst Leo XIV. greift in seiner Enzyklika „Magnifica humanitas“ das Thema auf. Für ihn ist vor allem unser verantwortlicher Umgang mit KI wesentlich. Die Würde des Menschen dürfe nie eingeschränkt, sondern müsse immer geschützt bleiben.
Eine Nachricht ließ mich diesbezüglich in den letzten Wochen aufhorchen. Menschen, die an Depressionen oder anderen psychischen Nöten leiden, müssen hierzulande bis zu eineinhalb Jahre auf einen Therapieplatz warten. Aufgrund dieses Engpasses wird KI leider immer mehr von Hilfesuchenden als Therapeutenersatz genutzt. Menschen, die es benutzen, melden zurück: Wenigstens hört mir jemand zu. Und dieser KI-Therapeut ist einfach immer und überall erreichbar!
Vielleicht haben wir es wirklich verlernt, einander wirklich zuzuhören und wirklich füreinander da zu sein. Von einander, aber nicht von der KI können wir das lernen. Wir können es aber auch von Gott selbst lernen, dessen Name es immerhin ist: Ich-bin-der-ich-bin-da.
