Am 24. Februar 2022 - also vor vier Jahren - hat Russland völkerrechtswidrig einen Angriffskrieg gegen die Ukraine gestartet. Mittlerweile sind Millionen von Ukrainern zu Opfern dieses Krieges geworden. Sie haben ihre Wohnung und ihren Besitz verloren, wurden vertrieben und leben seither als Flüchtlinge in anderen Ländern - auch bei uns. Unzählige Soldaten und Zivilisten wurden verwundet oder getötet. Und auch für Russland selbst ist der Preis schrecklich hoch.
Das Leid sei in der Ukraine allgegenwärtig, und doch, so der Kölner Erzbischof, seien die Nachrichten vom Krieg in der Ukraine nach vier Jahren beinahe alltäglich geworden.
Kardinal Woelki ruft dazu auf, nicht abzustumpfen, da hinter allen Berichten über Tod und Zerstörung die Schicksale von real existierenden Menschen stehen: „Mit ihrem Leiden, mit ihrem Schmerz und ihrer Trauer können wir uns nicht einfach abfinden.“
Am 22. Februar feiert die Kirche das Fest Cathedra Petri, wenn es nicht – wie in diesem Jahr – vom ersten Fastensonntag verdrängt wird. Das Fest des Lehrstuhls des heiligen Petrus erinnert an den Dienst, den der Apostel und die Päpste als seine Nachfolger leisten, um die Einheit der Kirche zu erhalten. Unser Glaube ist nichts Willkürliches. Er gründet in der Offenbarung Gottes. Die Päpste waren von der Zeit des hl. Apostels Petrus an die Garanten dafür, dass vom Glauben der Kirche nichts weggenommen, aber ihm auch nichts hinzugefügt wird, das nicht von Gott kommt.
Immer dann, wenn es Diskussionen darüber gibt, was unserem Glauben entspricht und welche Konsequenzen er für das Leben der Christen hat, ist es gut, dass der Papst als Versöhner und Mahner die Einheit der Kirche sicherstellt. Damit sich Jesu Bitte aus dem hohepriesterlichen Gebet im Johannesevangelium erfüllt: „Alle sollen eins sein. Wie du, Vater, in mir bist und ich in dir bin, sollen auch sie in uns sein, damit die Welt glaubt, dass du mich gesandt hast“ (Joh 17,21).
