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Kardinal Woelki: Impuls der Woche

Unter Heiden

„Ich respektiere, wenn Menschen nach schlechten Erfahrungen mit der Kirche mit ihr nichts mehr zu tun haben wollen. Aber eine Sache ist mir schleierhaft: Warum sind so wenige neugierig darauf, ob das Christentum der Menschheit vielleicht doch mehr als Kreuzzüge, Hexenverbrennungen und tausendfachen Missbrauch beschert hat […] während sie alles Gute und Schöne, das Evangelium, die Eucharistie, die Nächstenliebe, […] die Kunst und den Trost für alle, die allein, krank und verzweifelt sind, unter den Tisch fallen lassen?“

Das, berichtet Kardinal Woelki im aktuellen Impuls der Woche, schreibe der Journalist und Autor Tobias Haberl in seinem Buch „Unter Heiden“.

Es sei wichtig und richtig, so der Kölner Erzbischof, die Augen nicht vor den Schattenseiten zu verschließen, die es in der Kirche gab und gibt. Gleichzeitig sei die Frage aber durchaus berechtigt, warum nicht mit genauso viel Eifer über das Helle und Gute in der Kirche öffentlich gesprochen werde: „An Haberls Aussagen gefällt mir so gut, dass er dafür wirbt, unvoreingenommen dem Glauben eine faire Chance zu geben - nicht für die Institution, nicht für den Papst, die Bischöfe und Priester, sondern für sich selbst.“