Jahresabschluss | Finanzbericht 2019

Jahresabschluss 2019

Kennzahlen im Überblick

2019

2018

2017

Veränderung
2018 – 2019

Mio. EUR

Mio. EUR

Mio. EUR

in %

Bilanzsumme

3.934,4

3.823,2

3.739,3

2,9

Immobilienanlagen

644,2

663,8

663,6

-3,0

Wertpapieranlagen

2.950,4

2.878,3

2.824,8

2,5

Eigenkapital

2.644,1

2.612,7

2.590,1

1,2

davon Bistumskapital

822,7

822,7

822,7

0,0

davon Rücklagen

1.821,3

1.789,9

1.767,4

1,8

Eigenkapitalquote

67,2 %

68,3 %

69,3 %

-1,1 %-Punkte

Erträge

904,2

879,4

860,5

2,8

davon Kirchensteuer

684,2

670,4

655,5

2,0

Aufwendungen

893,2

878,2

853,3

1,7

davon Weitergabe als Zuschüsse

357,7

358,3

369,5

-0,2

davon Personalaufwand

373,2

370,5

331,4

0,7

Investitionen

44,0

35,8

45,3

22,9

Mitgliederzahl zum 31.12.

1.905.902

1.942.733

1.971.823

-1,9

Kirchensteuererträge pro Katholik (EUR)

355,54

342,54

330,66

3,8

Nachhaltig handeln – Zukunft gestalten


Die wirtschaftliche Entwicklung des Erzbistums Köln gestaltete sich 2019 erneut besser als erwartet.

Eine günstige Ertragslage führte auch bei einem gegenüber dem Vorjahr höheren Aufwandsniveau zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung im Berichtsjahr. Grund dafür war vor allem die stabile volkswirtschaftliche Entwicklung und das damit einhergehende anhaltende Wachstum der Erwerbstätigkeit in Deutschland.

Die Kirchensteuerträge verzeichneten dadurch das 9. Jahr in Folge einen kontinuierlichen Zuwachs. Gleichzeitig stiegen die Erträge aus Zuweisungen und Zuschüssen vom Land Nordrhein-Westfalen sowie die sonstigen Erträge des Erzbistums. Dies führte im Berichtsjahr zu einer Ertragssteigerung um insgesamt 24,7 Mio. Euro. Dem gegenüber standen Mehraufwendungen von 15,1 Mio. Euro, die vor allem aus höheren sonstigen Aufwendungen sowie einer Zunahme des Personalaufwands resultierten.

Damit erzielte das Erzbistum Köln bei Erträgen in Höhe von rund 904,2 Mio. Euro (2018: 879,4 Mio. Euro) und Aufwendungen (inklusive sonstiger Steuern) über insgesamt rund 893,4 Mio. Euro unter Berücksichtigung eines rückläufigen Finanzergebnisses von 20,6 Mio. Euro (2018: 21,4 Mio. Euro) einen Jahresüberschuss in Höhe von 31,4 Mio. Euro (2018: 22,5 Mio. Euro).

Die erneut positive Ertragslage leistet einen wichtigen Beitrag zur nachhaltigen Erfüllbarkeit der Aufgaben des Erzbistums Köln. Konkret hat das Erzbistum im Berichtsjahr Zuweisungen und Zuschüsse von 357,7 Mio. Euro geleistet (2018: 358,3 Mio. Euro). Unterstützt wurden die territoriale und kategoriale Seelsorge sowie Dienste und Einrichtungen der Caritas. Gleichzeitig konnten die Aufgabenbereiche Bildung, Wissenschaft und Kunst sowie Kindertagesstätten gefördert und das wirtschaftliche und personelle Engagement des Erzbistums für die Weltkirche finanziert werden. Darüber hinaus stellt das Erzbistum regelmäßig Mittel für Sonderprojekte zur Verfügung. Dazu gehört seit mehreren Jahren auch die Flüchtlingshilfe, für die das Erzbistum 2019 rund 6,2 Mio. Euro aufgewendet hat.

Auch der Erhalt der notwendigen Infrastruktur ist ein wesentliches Element, das zu einer verlässlichen Aufgabenerfüllung beiträgt. Das Erzbistum hat im Berichtsjahr insbesondere für Investitionen für bauliche Maßnahmen an Schulen rund 24 Mio. Euro zur Verfügung gestellt. Zu den größten Bauprojekten gehören die Schulerweiterung der Domsingschule, der Liebfrauenschule und der Musikschule des Kölner Domchores. Der gemeinsame Erweiterungsbau für die drei Schulen startete 2018 und konnte im April 2020 in Betrieb genommen werden. Außerdem stellt auch der Ersatzneubau einer Gesamtschule in Bad Honnef, der im Herbst 2018 initiiert wurde und weiter umgesetzt wird, eines der größten Bauprojekte des Erzbistums dar. Obwohl aufgrund der starken Baukonjunktur und der hohen Auslastung in Nordrhein-Westfalen oftmals nur wenige Firmen für die Erbringung von Bauleistungen verfügbar sind und eine hohe Preisdynamik festzustellen ist, liegen die genannten Projekte aktuell im vorgegebenen finanziellen und zeitlichen Rahmen.

Überblick über die Verwendung der Kirchensteuererträge