Haushalt und Wohnen

Weniger ist mehr: Minimalistisch wohnen

Minimalistisches Wohnen bedeutet, den Haushalt auf die nötigsten Dinge zu reduzieren und Raum für die wesentlichen Dinge zu schaffen, die Freude bereiten. Der bewusste Konsum bringt somit eine ganze Reihe von Vorteilen für die Wohnung und für das eigene Wohlbefinden mit sich. Dazu gehören beispielsweise:

  • Ordnung schaffen und halten
  • Geld sparen durch den Verzicht auf unnötige Anschaffungen
  • Wenig Platz für wenige Dinge benötigen, aber viel mehr Wohnraum für sich haben
  • Kein Stress durch Unordnung

Um minimalistisch zu leben, bildet das Ausmisten den ersten Schritt. Dabei muss überlegt werden, welche Gegenstände wesentlich und wichtig sind. Die Dinge, die nicht mehr benötigt werden, verkauft man am besten auf Flohmärkten, schenkt sie an Freund:innen oder spendet sie Hilfsorganisationen. > Download (Word-Datei)

Nachhaltig waschen

Wer hin und wieder einen Blick auf die Etiketten moderner Waschmittel riskiert, der findet jede Menge unverständliche Wörter: Enzyme, optische Aufheller, Duftstoffe etc.; zum Teil schädlich für Haut und Umwelt. Waschmittel selber zu machen, schont nicht nur die Umwelt und Gesundheit, sondern auch den Geldbeutel. Anbei drei Möglichkeiten nachhaltig Wäsche zu waschen:

  1. Waschmittel selber machen

    Hierzu braucht es 20g Kernseife, 20g Gallseife, 3 Liter Wasser, 4 EL Waschsoda, 4 EL Zitronensäure und 5 Tropfen ätherisches Öl. Die Kern- und Gallseife mit einer Küchenraspel fein hobeln und mit dem Waschsoda in einer Schüssel vermischen. Ein Liter kochendes Wasser hinzufügen und umrühren, bis die Seife aufgelöst ist, anschließend abkühlen lassen. Mit einem zweiten Liter kochenden Wasser verdünnen, erneut rühren und abkühlen lassen; diesen Schritt mit dem dritten Liter kochenden Wasser wiederholen. Nach und nach Zitronensäure, Waschsoda und - nach Belieben - ein paar Tropfen ätherisches Öl unterrühren. Das Waschmittel in Behälter abfüllen, z.B. Schraubflaschen, und wie übliches Waschmittel verwenden.

  2. Waschmittel aus Kastanien

    Kastanien enthalten Saponine, waschaktive Substanzen, und sind eine umweltfreundliche und dazu noch günstige Waschalternative. Hierfür 8-10 saubere Kastanien zerkleinern, über Nacht einweichen und das entstandene milchige, schaumige Wasser über ein Sieb auffangen. Fertig ist das Waschmittel.

  3. Waschmittel aus Efeu

    Auch Efeublätter enthalten Saponine und stehen das ganze Jahr kostenfrei zur Verfügung. Zum Waschen etwa 10 saubere Efeublätter in ein Wäschenetz oder in einen alten Socken legen, verknoten und mit zur Wäsche in die Waschtrommel legen. > Download (Word-Datei)

Plastikfreies Bad

Es ist Wahnsinn, wie viel Müll Kosmetik- und Badeprodukte verursachen können. Dabei ist es hier ganz einfach, diese zu vermeiden sowie Kosten zu sparen. Es benötigt nur ein paar einfache Tipps und Tricks.
Ein Stück feste Seife, festes Shampoo und feste Spülung sind eine tolle Alternative für Flüssigseife zum
Duschen, Hände- und Haarewaschen. Als Spülung geht zudem auch die viel kostensparende Option einer Essigrinse. Hierfür einen Schuss Apfelessig mit einem Liter Wasser mischen und über die Haare gießen, auswaschen, fertig.
Öle wie z.B. Oliven-, Sonnen-, Rapsöl usw. ersetzten teure Cremes für Gesicht und Körper. Hierfür ein paar Tropfen zwischen den Händen verreiben und auf die noch leicht feuchte Haut einmassieren. Die Öle ähneln dem PH-Wert der Haut viel mehr als Cremes und ermöglichen, dass die Haut zu ihrer natürlichen Funktion zurückkommt, sodass diese weniger austrocknet und man weniger cremen muss.
Aus Natron und Wasser ist schnell für ein paar Cents eine eigene Deocreme oder ein -spray zusammengerührt. Viele Anleitungen hierzu und noch anderen Alternativen wie z.B. Rasierschaum, Haargel, Nagelöl finden sich im Internet. > Download (Word-Datei)

Papier und Folien in der Küche vermeiden

Küchen- und Backpapier, Alu- und Frischhaltefolie sind hilfreich und es ist gut, diese griffbereit zu haben. Trotzdem sollte man versuchen, so gut es geht auf sie zu verzichten, da es sowohl gesundheitliche Risiken mit sich bringt wie auch jede Menge Müll und Kosten verursacht.
Anstatt Küchenpapier funktionieren Putzlappen, Zeitungspapier und Küchenhandtücher aus Baumwolle und Leinen ebenso gut. Auf Backpapier kann bei den meisten Gerichten verzichtet werden. Alufolien und Frischhaltefolien können durch Tupperdosen und Schüsseln mit einem Teller als Deckel ersetzt werden, ebenso gut sind Bienenwachstücher. Es lohnt sich hier Alternativen auszuprobieren und Geld zu sparen. > Download (Word-Datei)

Alternativen für Müllbeutel

Auf den Kauf von Beutel für den Mülleimer kann getrost verzichtet und dafür Alternativen verwendet werden. Irgendeine Tüte oder Beutel liegt bei jeder*m sowieso noch rum und kann erneut genutzt werden oder es wird direkt drauf verzichtet. Für den Biomüll legt man in den Mülleimer eine Lage Zeitungspapier, sodass die Feuchtigkeit aufgefangen wird oder der Biomüll wird direkt in Zeitungspapier gewickelt. Rest- und Verpackungsmüll kann auch ohne Beutel in den Mülleimer geworfen werden. Die Verpackung vom Klopapier ist ein super Müllbeutel für den Mülleimer im Bad. Ab und zu müssen die Mülleimer nur ausgewaschen werden. > Download (Word-Datei)

Nachhaltiger und kostengünstiger Hausputz

Viele Haushaltsreiniger enthalten aggressive Chemikalien und anderen unnötige Inhaltsstoffe die beim Abspülen in das Abwasser gelangen und zudem gesundheitsschädlich sind. Außerdem kosten sie viel Geld. Viel günstiger putzt man mit diesen einfachen Mitteln: Essig, Zitronensäure, Kernseife, Soda und Natron. Diese Hausmittel bilden die Grundlage, um nachhaltige Putzmittel und Reiniger selbst herzustellen. Viele Infos gibt es z.B. im Internet. Als Schrubber nutzt man anstatt eines Schwamms aus Plastik lieber eine Holzbürste, die zwar einmal etwas mehr kostet, aber eine viel längere Lebensdauer hat. > Download (Word-Datei)

Energiesparen im Homeoffice

Sollte die Anschaffung eines neuen Computers notwendig sein, ist zu bedenken, dass ein PC mehr Energie verbraucht als ein Laptop. Für ein besseres Arbeiten über einen längeren Zeitraum kann ein größerer Bildschirm angeschlossen werden. Während Arbeitspausen sollte der Bildschirm abgeschaltet werden. Die Energiesparoptionen des Rechners sollte man so einstellen, dass der Bildschirm bei längeren Ruhepausen automatisch abgeschaltet wird und der Rechner in den Stadby-Modus geht. Am Ende eines Arbeitstages wird der Rechner ganz heruntergefahren und vom Stromnetz getrennt, entweder durch einen schaltbaren Stecker oder das Kabel aus der Steckdose ziehen. > Download (Word-Datei)