Gerade war Karfreitag, der Todestag des Jesus von Nazareth. Der charismatische Wanderprediger war nach Jerusalem gekommen, und viele Menschen hatten ihm einen triumphalen Empfang bereitet. Doch nicht alle waren begeistert: Jesus hatte Feinde in einflussreichen politischen und religiösen Kreisen.
Jesus starb am Kreuz. Er wurde begraben, betrauert. Drei Tage später, am Ostermorgen, zeigt Gott, was er kann: Er lässt seinen Sohn nicht im Dunkel des Todes stecken. Das Grab ist leer. Jesus ist auferstanden. Er lebt. Aus dieser Zumutung für unsere Vernunft wird eine Zuversicht für unsere Existenz: Tod und Auferstehung Jesu Christi kann unser Denken und Hoffen prägen. Tod und Auferstehung zeigen: Gott geht über das Leid nicht hinweg. Nicht der Tod hat das letzte Wort.
Seit jenem ersten Ostertag der Weltgeschichte gilt: Ich bin nicht allein in meinem Leid und auch nicht angesichts des Elends in der Welt. In Jesus Christus hat das Leben über den Tod triumphiert. Am Ende unseres Lebens, zu guter Letzt, erhalten wir Gottes Unendlichkeit geschenkt. Und die Hoffnung siegt über die Angst.
