Jubiläumsfeier mit vielseitigem Programm:25 Jahre Seelsorge am Flughafen Düsseldorf

Der erste Einsatz der Notfallseelsorge am Düsseldorfer Flughafen erfolgte am 11. April 1996 – dem Tag des verheerenden Brandes am Terminal A, bei dem 17 Menschen ums Leben kamen und viele weitere verletzt wurden. Durch den Brand rückten der Brandschutz und die Begleitung der Menschen in den Vordergrund. Entstanden ist daraus schlussendlich die Flughafenseelsorge Düsseldorf, die am 1. September 2001 mit Pfarrerin Antje Reichow an den Start ging. Zehn Tage später sah sie sich mit dem ersten Kriseneinsatz konfrontiert: dem Anschlag auf das World Trade Center.
Ein offenes Ohr für alle Anliegen
Seit 25 Jahren heißt es mittlerweile: Zuhören, Dasein, Begleiten. Zwischen Ankommen und Abschiednehmen, mitten im pulsierenden Alltag eines internationalen Airports. Für alle Anliegen von Passagieren, Besucher*innen und Mitarbeitenden hat das Team der Flughafenseelsorge ein offenes Ohr.

Seit zehn Jahren wird die Seelsorge am Düsseldorfer Flughafen zudem ökumenisch getragen von der Katholischen Kirche und dem Evangelischen Kirchenkreis in Düsseldorf. Damit ist der Düsseldorfer Flughafen einer von zwei Flughäfen in Deutschland, die eine ökumenische Flughafenseelsorge anbieten. Insgesamt gibt es bundesweit an neun Flughäfen Seelsorgeeinrichtungen.
„Kirche mitten im Leben“
Das Team in Düsseldorf besteht heute aus zwei hauptamtlichen und 45 ehrenamtlichen Seelsorgern und einer BFDlerin (Bundesfreiwilligendienst). Die Seelsorger*innen sind aufmerksame Begleiter im Terminal und unterstützen Menschen in seelischen Krisen – übrigens unabhängig von religiöser Zugehörigkeit.
Die Flughafenseelsorge ist mittlerweile ein fester Bestandteil vor Ort und kann dank der wohlwollenden Förderung durch die Geschäftsführung auch auf ein gutes Netzwerk zugreifen.
Die beiden Hauptamtlichen, Ute Clevers von der Evangelischen Kirche und Johannes Westerdick von der Katholischen Kirche, wissen diesen Umstand sehr zu schätzen. „Wir sind Teil des Systems und trotzdem Kirche an einem besonderen Ort, nämlich mitten im Leben!“, so Johannes Westerdick. „Die Geschichte hinter der Frage, den Menschen hinter dem Problem zu sehen – das macht für mich Flughafenseelsorge aus. Wir sind hier einfach Kirche – einfach anzusprechen, einfach zu finden, einfach da für alle Menschen,“ meint auch Ute Clevers.
Dies ist auch der Schwerpunkt ihrer Arbeit. Die Seelsorger*innen schenken denen, die ihre Hilfe oder ihren Rat suchen, ihre Aufmerksamkeit und ihre Zeit, betont Johannes Westerdick. „Wir wollen den Menschen am Flughafen An-Sehen verleihen. Wir nehmen sie als Menschen wahr mit all ihren Chancen und Grenzen.“

Hilfe wird gebraucht
Und für ihr Angebot gibt es regen Bedarf. Neben einschneidenden Katastrophen wie dem Germanwings-Absturz 2015 oder während der Corona-Pandemie 2020 bis 2021 sind es auch viele kleinere Anliegen und Nöte, die die Menschen beschäftigen. Rund 30.000 so genannte Kurzkontakte verzeichnet die Flughafenseelsorge im Jahr sowie bis zu 1.900 langfristige Begleitungen, d.h. teils über mehrere Tage gehenden Begleitungen, etwa von „gestrandeten“ Reisenden oder solchen in Krisensituationen. Auch der Begleitungsbedarf aufgrund der Veränderungen (Automatisierung) im Flugverkehr steigt.
Als Anlaufstelle sind sie auch für die Mitarbeitenden des Flughafens da und haben ein Ohr für ihre persönlichen und beruflich bedingten Anliege.
Jubiläumsfeier mit Aktionen
Vom 7. bis zum 17. Mai 2026 wird das 25-jährige Bestehen der Flughafenseelsorge neben einem offiziellen Festakt auch mit verschiedenen Aktionen gefeiert, darunter Musikangebote und Kabarett. Besucher*innen sind herzlich zu diesem Aktionsprogramm eingeladen.
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