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Kaisermutter und Entdeckerin des Kreuzes Christi:Die heilige Helena: Mehr als nur die Mutter des Kaisers

Abbildung der heiligen Helena im Bonner Münster.
Datum:
20. Juli 2026
Sie war die Mutter Kaiser Konstantins des Großen und spielte eine entscheidende Rolle für die Ausbreitung des frühen Christentums. Wer die heilige Helena (248-330 n. Chr.) war und wie sie bis heute fortwirkt.

Helena wurde vermutlich um 248 in Bithynien in Kleinasien, der heutigen Türkei, geboren. Aus einfachen Verhältnissen stammend – sie war die Tochter eines heidnischen Gastwirtes – entwickelten sich Verbindungen mit dem römischen Offizier Constantius Chlorus, mit dessen Hilfe sie in die höchsten Kreise des römischen Imperiums gelangte. Aus der Beziehung zu Constantinus ging der gemeinsame Sohn Konstantin hervor, der als „der Große“ in die Geschichte eingehen sollte.

Konstantin förderte als Kaiser das Christentum

Nachdem Konstantin im Jahr 306 Kaiser geworden war, ehrte er seine Mutter mit dem Titel „Augusta“, einer der höchsten Auszeichnungen im Römischen Reich. Obwohl er sich erst auf dem Sterbebett 337 taufen ließ, stand er den von blutigen Verfolgungen gepeinigten Christen freundlich gegenüber.

Helena selbst hatte sich bereits 312 bekehrt und taufen lassen. Helena unterstützte diese Entwicklung mit großer Überzeugung. Viele Historiker gehen davon aus, dass sie selbst einen starken Einfluss auf die religiöse Haltung ihres Sohnes ausübte. Während das Christentum zuvor oft verfolgt wurde, entwickelte es sich nun Schritt für Schritt zur prägenden Religion Europas.

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Konstantin förderte als Kaiser das Christentum

Helena fand der Überlieferung nach das heilige Kreuz

Tod und Verehrung der heiligen Helena

Statue der hl. Helena im Bonner Münster

Gemeinsam mit ihrem Sohn ließ sie zahlreiche große Kirchen bauen, darunter angeblich die Kreuzeskirche in Jerusalem, die Apostelkirche in Konstantinopel und die Geburtskirche in Bethlehem. Unter den von Helena in Auftrag gegebenen Kirchen ist auch die Basilika Santa Croce in Gerusalemme in Rom, unweit des Laterans.

Helena fand der Überlieferung nach das heilige Kreuz

In dieser Kirche befinden sich Überreste, sogenannte Reliquien, des Kreuzes Jesu Christi, das Helena auf eine ihrer Reisen ins Heilige Land 326 gefunden haben soll. Die sogenannte „Auffindung des Kreuzes“ zählt zu den bekanntesten Legenden der Kirchengeschichte. Der Überlieferung zufolge ließ Helena Grabungen auf Golgota durchführen. Dabei wurden drei Kreuze gefunden.

Um das Kreuz Christi zu identifizieren, brachte man die Kreuze zu einer schwer kranken Frau. Als sie durch die Berührung eines der Kreuze geheilt wurde, erkannte man darin das wahre Kreuz Jesu.

In der Reliquienkammer der Basilika können Pilger heute Bruchstücke des Kreuzes, zwei Dornen der Dornenkrone Jesu, einen Nagel und Teile der Inschrifttafel, die über dem Kopf Jesu angebracht war, sehen und verehren.

Tod und Verehrung der heiligen Helena

Sieben Jahre vor ihrem Sohn, am 18. August 330, starb Helena im hohen Alter, in Nikomedien, dem heutigen Izmid, in der West-Türkei. Die heilige Helena wird nicht nur wegen ihrer historischen Leistungen verehrt. Sie gilt auch als Vorbild für:

  • Glaubensstärke,
  • Demut trotz großer Macht,
  • Liebe zur Kirche,
  • Einsatz für christliche Werte,
  • Pilgerschaft und geistliche Suche.

Ihr Leben zeigt, dass Gottes Wirken Menschen jeden Alters gebrauchen kann. Besonders bemerkenswert ist, dass ihre wichtigste Lebensaufgabe erst im hohen Alter begann.

Die heilige Helena wird als Patronin verschiedener Gruppen verehrt. Dazu gehören unter anderem die Archäologen, Pilger und Konvertiten. Viele Kirchen, Kapellen und Gemeinden tragen ihren Namen. Besonders stark ist ihre Verehrung im Heiligen Land, in Italien, Deutschland und England.

Auch mehr als 1.600 Jahre nach ihrem Tod fasziniert die heilige Helena Menschen auf der ganzen Welt. Sie steht für die Suche nach Wahrheit, für Mut im Glauben und für die Bereitschaft, sich auf den Weg zu machen – zur Ehre Gottes und zum Heil der Menschen.

Spuren der Heiligen im Erzbistum Köln

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