Weihnachten 2017: Alles über Ursprung und Geschichte des Weihnachtsfests

Weihnachten: Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Ursprung, Bedeutung und Geschichte des Weihnachtsfests.

19. Dezember 2017
Weihnachten: Hier finden Sie ausführliche Informationen zu Ursprung, Bedeutung und Geschichte des Weihnachtsfests.

Weihnachten in der Bibel: Die Weihnachtsgeschichte nach Lukas

Im Advent bereiten sich die Christen auf die Ankunft Jesu Christi vor. Die Vorgeschichte umfasst die Verkündigung Mariens durch den Engel Gabriel und die Suche nach einer Herberge. Lukas ist der einzige Evangelist, der über die Geburt Jesu (Lk 2, 1-20) berichtet. Bevor Jesus geboren wird, müssen sich Josef und Maria in eine Steuerliste eintragen und sind  deswegen auf dem Weg nach Betlehem.

Die drei Weisen aus dem Morgenland – die heiligen drei Könige – kommen allerdings ausschließlich im Matthäusevangelium vor und huldigen dem neugeborenen König der Juden.

Die Entwicklung des Weihnachtfestes

Die Bedeutung des Weihnachtsfests lag in der Urkirche deutlich hinter dem Osterfest. Was sollte ebenso wichtig sein wie die Auferstehung Jesu? Wichtig war in diesem Zusammenhang die Frage, ob Jesus nun ein Gott in Menschengestalt oder ganz Mensch war. Die Frage wird am 25. Dezember und am 6. Januar beantwortet: An Weihnachten wird Gott Mensch, am Fest Erscheinung des Herrn ist Gott Mensch. So kommt er auch auf die Welt: klein, wehrlos und allen Gefahren der Welt ausgeliefert. Er ist der Messias, den die Propheten des Alten Testaments angekündigt haben. Das Weihnachtsfest hat sich aber erst in den letzten Jahrhunderten zu dem entwickelt, wie wir es heute kennen:

 

  • 3. und 5. Jahrhundert: Weihnachten wird zum Fest. Auf dem Konzil von Konstantinopel (381) legt die Kirche den 25. Dezember als Termin fest.
  • In der Folge – im 5. und6. Jahrhundert – erfährt das Weihnachtsfest durch Missionierungen in Germanien und der Krönung Kaiser Karls des Großen (Weihnachten 800) Eigenständigkeit und wird ab 831 als viertägiges Hochfest begangen.
  • Bis zum 9. Jahrhundert entwickelt sich der Weihnachtsfestkreis. Dafür setzten die drei Feste Geburt, Erscheinung und Lichtmess (Darstellung des Herrn) die Akzente. Daraus ergibt sich ähnlich wie beim Osterfest eine Dreiteilung. Drei Weihnachtsfestkreis endet je nach Konfession an Dreikönig oder am Fest der Taufe des Herrn am darauffolgenden Sonntag.
  • Bis in die Zeit der Reformation wird Weihnachten ein Fest der Gefühle. Krippenspiele und Darstellung der Geburt Jesu in der Kunst halten Einzug in der Kirche und werden fester Bestandteil des gesellschaftlichen Lebens. Sie sind heute noch Teil der Feierlichkeiten am Heiligen Abend.
  • Martin Luther überträgt im Jahr 1535 dem Christkind die Aufgabe, die Geschenke zu verteilen. Das Christkind verbreitet sich zunächst im evangelischen und später auch im katholischen Deutschland. In den Niederlanden verteilt bis heute der Nikolaus die Geschenke. Von dort gelangt er in die USA, wo er als Weihnachtsmann – auch als Santa Claus – säkularisiert und zum Sinnbild des Konsums wird.
  • Im Lauf des 19. Jahrhunderts wird aus dem Fest der Geburt Christi ein Familienfest. Im Zeitalter des Biedermeier sind Krippenspiele und Weihnachtslieder feste Bestandteile und Rituale an Weihnachten.