Der heilige Josef: Ziehvater von Jesus und Schutzpatron der Katholischen Kirche

Am 19. März feiert die gesamte Katholische Kirche ihren Schutzpatron, den heiligen Josef. Als Mann an der Seite Mariens war er der Ziehvater von Jesus. In der Bibel ist von ihm selten die Rede. Josef ist nach der Gottesmutter Maria zweiter Schutzpatron des Erzbistums Köln.

18. März 2019

Josef stammt von König David ab und war Zimmermann

Matthäus und Lukas erwähnen in ihren Evangelien Josef im Stammbaum Jesu. Er stammt aus dem Haus Davids – Josef ist also ein Nachfahre von König David.

Josef war Zimmermann und lebte in Nazareth. Als Maria, seine Verlobte, schwanger wird, nimmt er Jesus als Sohn an und zieht ihn auf. Von ihm erlernt Jesus den Beruf des Zimmermanns. Über das weitere Leben von Josef schweigen die Evangelien. Daraus wird geschlossen, dass Josef noch vor dem öffentlichen Auftreten Jesu verstorben ist. Bei Jesu Geburt war er immerhin schon 80 Jahre alt.

Verehrung setzt in der Ostkirche früher ein

Josef wurde in der Ostkirche bereits ab dem Jahr 850 verehrt. Die katholische Kirche feiert den Gedenktag seit dem 12. Jahrhundert. Anfangs wurde die Verehrung durch die Bettelorden gefördert. Papst Sixtus IV. erklärte 1479 den 19. März zum offiziellen Festtag des Heiligen. Seit dem 15. Jahrhundert gilt er als „Verteidiger der Jungfräulichkeit“ und wird im 17. Jahrhundert der Patron der Sterbenden. 1621 wurde sein Tag ein gebotener Feiertag.

1870: Der heilige Josef wird Schutzpatron der Kirche

Papst Pius IX. stellte im Dezember 1870 die gesamte katholische Kirche unter den Schutz des heiligen Josef. Während des 20. Jahrhunderts wurden ihm mehr Kirchen als irgendeinem anderen Heiligen geweiht.

Durch Papst Pius XII. erhielt Josef einen zweiten Gedenktag: 1955 legte der Papst den Gedenktag „Josef der Arbeiter“ auf den 1. Mai, den weltweit begangenen Tag der Arbeit.

Josef hat einige weitere Patronate, nämlich der:

  • Ehepaare und Familien
  • Kinder und Jugendlichen
  • Arbeiter, Handwerker und Schreiner
  • Erzieher
  • Sterbenden

Josef wird angerufen bei Augenleiden, in Versuchungen und Verzweiflung, bei Wohnungsnot und für einen guten Tod.

Josef ist nach der Gottesmutter der zweite Patron des Erzbistums Köln

Patronate werden vom Vatikan verliehen. Die Gottesmutter Maria ist die erste Patronin des Erzbistums Köln. Ihr Mann, der heilige Josef, wurde nicht vergessen und ist neben Maria der zweite Patron des Erzbistums.

Der bekannte Kardinal Paul Melchers hat in einem Dekret von 1871 die Bedeutung des heiligen Josef hervorgehoben und angeordnet, dass der Heilige mit einem feierlichen Hochamt in allen Pfarrkirchen liturgisch zu feiern ist.

Kardinal Melchers bezog sich der Kölner Kardinal in seinem Dekret darauf, dass der heilige Josef schon seit fast zwei Jahrhunderten der zweite Patron des Erzbistums Köln sei.

Gebet zum heiligen Josef

O heiliger Josef, dessen Schutz so groß, so stark und so sicher vor dem Thron Gottes ist, ich übergebe dir alle meine Interessen und Wünsche.

O heiliger Josef, stehe mir durch deine mächtige Fürsprache bei und erlange mir von deinem göttlichen Sohn alle geistigen Segnungen durch Jesus Christus, unseren Herrn; nachdem wir hier unten deine Himmlische Macht angerufen haben, möchte ich dem liebevollsten aller Väter meinen Dank und meine Huldigung bringen.

O heiliger Josef, ich werde niemals müde zu betrachten, wie du das schlafende Jesuskind in deinen Armen hältst. Ich wage es nicht, mich zu nähern, während es an deinem Herzen ruht. Drücke es in meinem Namen und küsse sein feines Haupt von mir und bitte es, mir diesen Kuss zurückzugeben, wenn ich meinen letzten Atemzug aushauche.

Heiliger Josef, Patron der Sterbenden, bitte für uns. Amen.