Fastenzeit 2018: Eine Zeit des Verzichts von Aschermittwoch bis Ostersonntag

Christen bereiten sich 40 Tage lang auf das Osterfest vor. Doch welche Bedeutung und welchen Ursprung hat die Fastenzeit?

19. Januar 2018

Wann fängt die Fastenzeit an?

Der Aschermittwoch fällt 2018 mit dem 14. Februar, dem Valentinstag, zusammen. Für Christen markiert der Aschermittwoch den Anfang der 40-tägigen Fastenzeit. Warum 40 Tage? Jesus selbst fastet nach seiner Taufe 40 Tage in der Wüste und wird vom Teufel in Versuchung geführt. Mit dem Osterfest endet die Fastenzeit.

Christliche Fastenzeit: Entstehung und Geschichte

Seinen Namen hat der Tag von der Asche, mit der die Gläubigen im Aschermittwochs-Gottesdienst bezeichnet werden. Das Aschekreuz auf der Stirn erinnert den Menschen an seine Vergänglichkeit. In der Fastenzeit bereiten sich die Christen auf Ostern vor.

 

Die katholische Kirche ruft die Gläubigen im Alter von 14 bis 60 Jahren in dieser Zeit zum Fasten auf. Aschermittwoch und Karfreitag sind kirchliche Fastentage. Nur eine sättigende Mahlzeit ist an diesen beiden Tagen erlaubt. 1978 bestätigten die deutschen Bischöfe diese Regelung. An Freitagen, auch außerhalb der Fastenzeit, gilt Fleischverzicht als Erinnerung an den Tod Jesu.

Fasten 2018: Verzicht als Gewinn?

Fasten, Abstinenz und Verzicht sind Mittel der Umkehr und Neuausrichtung auf Gott. Fasten soll das Herz für den Dienst an Gott und den Menschen frei und für neue religiöse Erfahrungen empfänglich machen. Verzicht und Fasten bedeuten Umdenken, Umkehr und leisten einen „Beitrag zur Identitätsvermittlung“, sagt Franz Meurer, Pfarrer in Köln-Vingst und Höhenberg. „Fasten ist ein Format, das das Leben verbessert.“

Umfrage: 48% verzichten auf Alkohol

In einer Umfrage im Auftrag des Hilfswerks Misereor gaben 11% der Befragten an, in der christlichen Fastenzeit gefastet zu haben; für 45% käme Fasten nicht in Frage. 60% haben das Fasten durchgehalten.

Doch worauf haben die mehr als 2000 Befragten 40 Tage lang verzichtet?

  • Alkohol 48%
  • Süßes 47%
  • Fleisch 30%

Auf die Frage nach den Zielen geben 11% an, sich durch Verzicht mit dem Glauben beschäftigen zu wollen. 44% gaben an, den entgiften zu wollen. „Für die Armen spenden, was für uns als Misereor wichtig ist, tun laut der Umfrage gerade einmal 6%“, sagte Georg Thünemann, von Misereor.

Worauf verzichten? 10 Fasten-Ideen

Worauf verzichten Sie bis Ostern? Um Ihnen Orientierung zu geben, hier 10 Fasten-Ideen:

  • Süßigkeiten
  • Alkohol: Nach 40 Tagen schmeckt das Bier umso besser!
  • Fleischverzicht: Früher Gang und Gäbe, heute eine Herausforderung. Auch für Sie?
  • Finger weg vom Glimmstengel: Tun Sie sich etwas Gutes!
  • Digitales Fasten, das heißt 40 Tage zum Beispiel das Smartphone links liegen lassen
  • Fernsehfasten
  • Konsumverzicht: Gegen den Strom schwimmen
  • Plastikfasten – der Umwelt zuliebe
  • Ich gehe zu Fuß und lasse das Auto in der Garage
  • Nehmen Sie sich mehr Zeit für Familie und Freunde?