Mariä Lichtmess 2019: Die Tage werden länger

Weihnachten liegt genau 40 Tage zurück, wenn die katholische Kirche das Fest "Darstellung des Herrn" feiert. Bekannt ist es unter dem Namen Mariä Lichtmess. An diesem Tag stehen die Kerzen besonders im Mittelpunkt.

11. Januar 2019

Lichtmessen wurden im 5. Jahrhundert in Jerusalem gefeiert

„Darstellung des Herrn“ wurde im 4. Jahrhundert in Jerusalem am 40. Tag nach der Erscheinung des Herrn begangen. Im 5. Jahrhundert kamen festliche Lichterprozessionen hinzu. In Rom ist das Hochfest am 2. Februar seit dem 7. Jahrhundert bekannt. An diesem Tag feiert es die Kirche noch heute.

Früher beendete Mariä Lichtmess die Weihnachtszeit

542 ordnete Kaiser Justinian an, dieses Fest in den Kalender des oströmischen Reiches einzufügen. Es dauerte länger als ein Jahrhundert, bis sich das Fest auch in Rom und im gallisch-fränkischen Raum einbürgerte.

Ehemals markierte der 2. Februar das Ende der Weihnachtszeit, was nicht zuletzt auch an der Lichtsymbolik lag, denn von diesem Zeitpunkt an werden die Tage wieder deutlich länger und heller.

An Mariä Lichtmess werden Kerzen gesegnet

„Darstellung des Herrn“ war ursprünglich ein Marienfest. Maria übergibt ihren erstgeborenen Sohn Gott im Tempel. Den Namen „Mariä Lichtmess“ verdankt das Hochfest den Kerzensegnungen und Lichterprozessionen an diesem Tag. Zur Messe am 2. Februar können die Gläubigen ihre eigenen Kerzen mitbringen und segnen lassen.

Mit den brennenden Kerzen zeigen die Christen, dass Jesus Christus die Welt in ein neues Licht gestellt hat.

Warum heißt Mariä Lichtmess "Darstellung des Herrn"?

Der Name „Darstellung des Herrn“ beruht auf einem Bibeltext, der an diesem Tag in den Kirchen gelesen wird. Gemäß jüdischem Reinheitsgebot war die Frau 40 Tage nach der Geburt unrein. Aus diesem Grund musste brachte Maria im Tempel ein einjähriges Schaf als Brandopfer und eine Taube als Sündopfer dar.

Außerdem ist nach biblischem Gesetz der erste Sohn Eigentum Gottes und wird ihm im Tempel übergeben („dargestellt“).

Blasiussegen an Mariä Lichtmess schützt vor Halskrankheiten

Den Blasiussegen spendet der Priester im Anschluss an die Messe an Mariä Lichtmess oder einen Tag danach. Auch bei diesem Segen spielen Kerzen eine zentrale Rolle. Der Priester spricht dabei: „Auf die Fürsprache des heiligen Bischofs Blasius bewahre dich der Herr vor Halskrankheit und allem Bösen. Es segne dich Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.“

 

Der Text ist erstmals am 26.01.2018 erschienen und wurde aktualisiert.