Zum Inhalt springen

Weihbischof Dominikus Schwaderlapp weiht vier Seminaristen:Diakonenweihe am 31. Mai in Sankt Augustin

Diakonenweihe 2026
Datum:
28. Mai 2026
Von:
pek260528-kla
Am kommenden Sonntag, 31. Mai um 16 Uhr, werden vier Seminaristen von Weihbischof Dominikus Schwaderlapp durch Handauflegung und Gebet zu Diakonen geweiht. Der feierliche Gottesdienst findet in der Steyler Missionskirche in Sankt Augustin statt.

Mit der Weihe stellen sich die Kandidaten Caspar Völzgen, Thiemo Kraus, Duc-Y Bui und Dustin Walseck in den Dienst für die Men­schen, am Altar und für das Wort Gottes. Als Diakone verbindet sie der Wunsch, den Menschen im Auftrag der Kirche zu dienen und das Evangelium glaubwürdig in die Welt zu tragen.

Zurzeit bereiten sich die vier Seminaristen in geistlichen Exerzitien auf diesen besonderen Tag vor. Nach der Weihe werden die Neu-Diakone ihren weiteren Ausbildungsweg in verschiedenen Gemeinden und pastoralen Einsatzfeldern fortsetzen und sich dort auf die Priesterweihe vorbereiten.

Mit der Diakonenweihe überträgt der Weihbischof den Priesteramtskandidaten die Vollmacht zu predigen, zu taufen und zu trauen, die Kommunion zu spenden und kirchliche Begräbnisse vorzunehmen. Hauptaufgabe des Diakons ist die Unterstützung der Priester in der Gemeindeseelsorge und Gemeindecaritas. In feierlichen Gottesdiensten assistiert der Diakon dem Priester. Nach einem weiteren Jahr in der Ausbildungsgemeinde und im Seminar folgt die Weihe zum Priester. Die Neupriester dürfen dann auch die Eucharistie feiern und die Beichte hören.

Drei Fragen an...

Caspar Völzgen
Caspar Völzgen

Was hat Sie motiviert, den Weg als Diakon einzuschlagen? 

Ich stamme aus einem gläubigen Elternhaus. Schon als Kind habe ich erlebt, dass der Glaube nicht langweilig ist, ganz im Gegenteil. Der Glaube ist etwas sehr Lebendiges. Mein starker Glaube und die vielen positiven Erfahrungen in der Gemeinde haben mich darin bestärkt, dem Ruf Gottes zu folgen.

Was macht einen guten Diakon für Sie aus und wie definieren Sie Ihre Rolle als Diakon?

Ein Diakon ist für mich Brückenbauer. Zwischen Kirche und Welt. Er verbindet Glauben und Alltag. Er hat ein offenes Herz für die ihm anvertrauten Menschen. Er hört den Menschen zu, ohne vorschnell zu urteilen. Durch seine Haltung und sein Handeln zeigt er, dass jeder Mensch wertvoll ist und einen Platz in der Gemeinschaft hat. In diesem Sinne definiere ich mein diakonisches Handeln.

Wen aus der Bibel würden Sie gerne einmal treffen?

Gerne würde ich den Heiligen Josef Treffen. Im Neuen Testament erfahren wir nicht viel über Ihn. Er spricht kein Wort. Und dennoch ist er eine Persönlichkeit von hoher Relevanz. Von ihm lernen wir, was es bedeutet zuzuhören. Wir lernen in einer Zeit die laut und schnelllebig ist die Stimme Gottes in unserem Alltag nicht zu überhören. Es lohnt sich, dass wir unser Leben ganz dem Ruf Gottes widmen. Denn nur so können wir glaubwürdige Zeugen Gottes werden.   

Was hat Sie motiviert, den Weg als Diakon einzuschlagen? 

Mich motiviert vor allem meine Berufung zum Priestertum. Der Weg dorthin führt zunächst über die Weihe zum Diakon, die ich nicht nur als formalen Schritt verstehe, sondern als eigenständigen und wichtigen Dienst in der Kirche. Besonders schätze ich daran, dass der diakonische Auftrag den Blick auf das Wesentliche richtet: den Dienst am Menschen und die gelebte Nachfolge Christi. Gerade im priesterlichen Dienst ist es wichtig, diesen dienenden Charakter nie aus den Augen zu verlieren. Deshalb empfinde ich es als große Bereicherung, dass die Kirche diesen Weg bewusst so gestaltet hat.

Was macht einen guten Diakon für Sie aus und wie definieren Sie Ihre Rolle als Diakon?

Ein guter Diakon sollte immer versuchen die Interessen und Anliegen der Gemeinde und der Menschen am Rande im Blick zu behalten. Es ist mir bewusst nicht allen Menschen in unserer großen pastoralen Einheit im Blick behalten zu können. Mir ist es trotzdem wichtig den Menschen, die mir begegnen aufmerksam gegenüber zu sein. Dies gilt vor allem für die Kranken, Einsamen und Menschen in Krisen. Als Diakon möchte ich gerne ein Unterstützer sein. Das gilt für die Arbeit in den Pfarreien, der Liturgie, vor allem aber in meinem caritativen Engagement. Damit kann ich zum Brückenbauer werden zwischen Kirche und Alltag, zwischen Glauben und praktischer Hilfe, zwischen Gott und den Menschen.

Wen aus der Bibel würden Sie gerne einmal treffen?

Den Hl. Josef.

Was hat Sie motiviert, den Weg als Diakon einzuschlagen? 

Mein Weg zum Diakonat wurde durch meine Ausbildung in der franziskanisch-marianischen Gemeinschaft geprägt, deren zentrales Ziel die Mission ist. Diese Erfahrung hat in mir den Wunsch geweckt, mich aktiv in der Kirche und für die Menschen einzusetzen.

Was macht einen guten Diakon für Sie aus und wie definieren Sie Ihre Rolle als Diakon?

Für mich bedeutet ein guter Diakon vor allem, die von der Kirche übertragenen Aufgaben mit Sorgfalt und großem Engagement zu erfüllen. Ebenso wichtig sind mir der persönliche Kontakt und die vertrauensvolle Zusammenarbeit mit den Menschen in der Gemeinde.

Wen aus der Bibel würden Sie gerne einmal treffen?

Als Christ ist es mein innigster Wunsch, Jesus von Nazaret persönlich zu begegnen, eine enge persönliche Beziehung zu ihm aufzubauen und ihn auf seinem Weg zu begleiten. Diese Begegnung wäre für mich eine Quelle der Inspiration und Kraft für meinen Dienst als Diakon.

Was hat Sie motiviert, den Weg als Diakon einzuschlagen? 

Ich habe Gott als denjenigen erfahren dürfen, der mich unbedingt liebt, der mich durch mein Leben leitet, der so sehr „Ja“ zu mir sagt, dass er selbst in seinem Sohn Jesus Christus Mensch wurde, um mir durch die Augen eines Menschen ins Gesicht zu schauen. Der um meine Fehler und Schwächen weiß und mich nie aufgibt. Ich möchte diese Liebe Gottes, die ich durch verschiedene Menschen in meinem Leben erfahren durfte, weitergeben: die Frohe Botschaft, dass wir gerettet und getragen werden.

Was macht einen guten Diakon für Sie aus und wie definieren Sie Ihre Rolle als Diakon?

Für mich ist er ein authentischer Diener des Herrn. Er verkündet durch seine Person Gott mit all seinen Ecken und Kanten. Er ist dort, wo die Menschen sind, und sucht Orte auf, die niemand sonst aufsuchen würde. Er kennt keine Berührungsängste. Und er gibt sein Herz den Menschen und Gott. Alles, was er vom Altar des Wortes und vom Altar der Eucharistie an Gnaden und Segen empfangen hat, verschenkt er reichlich an die Menschen weiter.

Wen aus der Bibel würden Sie gerne einmal treffen?

Ich würde gerne mal Mose treffen und ihn fragen, wie es war, Gott auf dem Sinai zu treffen. Durch eine Studienreise hatte ich die Chance, den Sinai zu besteigen. Dort herrscht eine einschüchternde Stille, soweit weg von jeder Stadt. Wie gewaltig muss dort die Stimme Gottes gewesen sein, wie gewaltig, als er sagt: „Ich bin der, der ich bin.“

Aktuelle Nachrichten aus dem Erzbistum Köln

Service und Kontakt

Service und Kontakt

Pressekontakt

Geschäftszeiten

Kardinal-Frings-Str. 1-3
50668 Köln

Pressekontakt

Geschäftszeiten

Mo-Do: 8.30 - 17 Uhr
Fr: 8.30 - 14 Uhr

Erzbistum Köln
Newsdesk