Der Heilige Geist schafft „das bunte Licht in unser Leben“:Über 50 Erwachsenenfirmungen im Kölner Dom zu Pfingsten 2026

„Gott ist die Mitte, der Heilige Geist ist das Licht – halten sie den Augenblick Ihrer Firmung fest, indem Sie bewusst dazu Amen sagen.“ Diesen Rat gab Weihbischof Schwaderlapp über 50 Firmkandidaten bei der Erwachsenenfirmung im Kölner Dom am Vorabend des Pfingsttags mit auf den Weg. Die Firmpatinnen und -paten bat er, ihre Hand spürbar auf die Schultern der Firmanden zu legen, damit sie spüren, dass sie hinter ihnen stehen, ihnen den Rücken stärken. So werde das Sakrament der Bestärkung zur Quelle dafür, dass man den Dom „als ein anderer und eine andere verlässt, als man ihn betreten hat“.
Vorbereitung in den Fidesstellen
Die Fidesstellen in Köln, Düsseldorf und Wuppertal sowie einzelne Pfarrgemeinden bereiteten die erwachsenen Personen unterschiedlicher Altersgruppen vor. Pater Athanasius Spies OFM von der FIDES in Düsseldorf stellte zu den Motiven der Firmkandidaten fest, dass in diesem Jahr auffallend viele von ihnen, mit dem Wunsch an sie herangetreten seien, dieses Sakrament „nachzuholen“, weil sie es in früheren Jahren „verpasst“ hatten. „Ich mache das jetzt mal, es fehlt mir“, sei eine Antwort nach der Motivation gewesen. Viele der älteren Sakramentenempfänger hätten zudem bei der Firmung eines nahen Verwandten erlebt, dass sie es vermissten. Darüber hinaus gäbe es auch zahlreiche Bewerber, die die Firmung erbitten, weil sie katholische Paten werden möchten oder die Eheschließung mit einem katholischen Partner planen. Einige der Firmanden traten zuvor wieder in die katholische Kirche ein oder konvertierten aus einer anderen christlichen Kirche zu ihr, andere empfingen an diesem Tagen auch ihre erste heilige Kommunion.
Welt im Licht des Heiligen Geistes betrachten
Weihbischof Dr. Dominikus Schwaderlapp hob in seiner Predigt hervor, dass Gott schon „vorher nach Ihnen gesucht habe, bevor Sie selbst den Wunsch verspürten“. An diesem strahlend warmen, sommerlichen Abend bat er alle, „die Welt im Licht des Heiligen Geistes“ zu betrachten: „Der Heilige Geist ist der, der das bunte Licht in unser Leben schafft“, so Schwaderlapp. Es sei eben nicht alles grau in grau.
Nach dem etwa zweistündigen Gottesdienst gab der Weihbischof allen zwei Empfehlungen für ein Leben aus dem Heiligen Geist mit auf den Weg: Man solle es „Schritt für Schritt“ gehen – mit Gelassenheit, aber auch ohne Stillstand. Und man solle nach dem Motto „Mach Dir keine Sorgen“ führen. Das Gelingen des Lebens liege letztlich – bei aller Mitwirkung eines jeden einzelnen – in Gottes Hand.
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