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Ein Glaubensort für Kinder, Eltern und Kardinal Woelki:Familienwallfahrt 2026 in Neviges

Datum:
15. Mai 2026
Von:
Newsdesk/rsq
In Neviges ist Platz für alle: Bei der Familienwallfahrt feierten große und kleine Gläubige gemeinsam mit dem Kölner Erzbischof. Dieser bedankte sich für den Einsatz vor Ort. In seiner Predigt riet er Christen aber auch zu mehr Überzeugung.

Neviges. Im Mariendom von Neviges erkunden Kleinkinder auf wackeligen Beinen die Kirche, während am Altar der Erzbischof von Köln predigt. Es ist ein Ort, an dem zwei Dinge ausdrücklich willkommen sind: gelebter Glaube und Familien. Seit fünf Jahren findet hier die Familienwallfahrt zu Christi Himmelfahrt statt. In diesem Jahr kam zu dem Feiertag auch Rainer Maria Kardinal Woelki zu Besuch – zur heiligen Messe und zum Grillfest.

Der Kardinal hatte 2020 die Abbés der Gemeinschaft Saint Martin mit der Fürsorge über den Wallfahrtsort Neviges betraut. Ein Auftrag, der laut Wallfahrtsleiter Abbé Thomas Wirkung zeigt: „Wir danken dem Kardinal für seine Unterstützung. Hier können wir Familien einen Ort zum Glauben geben.“ Vielen Eltern und Kindern fehle eine solche Möglichkeit. „Es gibt Regionen, da sind kinderreiche katholische Familien selten, oder werden sogar komisch angesehen“, sagt Abbé Thomas. In Neviges hätten sie einen Platz, um Gemeinschaft zu erleben, und natürlich die Möglichkeit für Kinder, zu Taufe, Erstkommunion und Firmung.

Erfüllt sein von Gott und ihm nachfolgen

In seiner Predigt zu Christi Himmelfahrt dankte der Kardinal den Abbés und Gläubigen vor Ort für ihren Einsatz. Gleichzeitig erinnerte er daran, dass es der Kirche andernorts an Überzeugung fehle. „Der Überzeugung, dass wir heute auch noch neue Christen gewinnen können“, so der Kardinal. In den Köpfen vieler Leute finde Mission nur in Afrika und Asien statt, nicht aber in Hamburg, Berlin oder München. Doch auch in Deutschland gebe es neben überzeugten Christen eine steigende Anzahl von Menschen, die Christus nicht kennen. „Hinzu kommen solche, die sich aktiv von Gott entfernt haben, weil sie von ihm oder von der Kirche enttäuscht sind.“

Selbst bei einigen Gläubigen sei der Glaube oberflächlich geworden und knicke darum bei der geringsten Kritik ein. Die Aufforderung Jesu an die Apostel „ihr werdet meine Zeugen sein“ müsse aber auch heute gelten. „Mahatma Gandhi hat einmal gesagt: mein Leben ist eine Mission.“ Der Kardinal hinterfragte, wie viele Menschen das heute auch von sich sagen könnten. Er hoffe, dass Christen in Zukunft wieder mehr erfüllt sind von Gott, dass sie nicht anders können, als ihm nachzufolgen und sein Wort weiterzugeben.

In Neviges war an diesem Wallfahrtstag von mangelnder Überzeugung jedenfalls nichts zu spüren. Nach Messe und Kinderkatechese trafen sich die Gläubigen und der Kardinal zum Grillbuffet auf dem Domvorplatz – trotz teils strömenden Regens.

Am 23. Mai wird der Kardinal den Wallfahrtsort erneut besuchen. Dann trifft sich dort über das Pfingstwochenende die Loretto-Gemeinschaft und feiert ein Fest mit hunderten jungen Menschen mit Gebet, Konzerten und Gesprächen.

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