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„Bleiben, wenn es schwer wird“:Sieben neue „Begleiterinnen und Begleiter in der Krankenhausseelsorge“ beauftragt

Datum:
8. Mai 2026
Von:
Newsdesk/hms
In der Kirche St. Georg wurden für das Erzbistum Köln am 7. Mai sieben Frauen und Männer als „Begleiterinnen und Begleiter in der Krankenhausseelsorge“ beauftragt. Die Teilnehmenden arbeiten hauptberuflich bereits in Krankenhäusern und werden künftig mit einem Stundenkontingent für seelsorgliche Begleitung freigestellt.

Sie kommen zum Beispiel aus der Pflege oder der Verwaltung – und übernehmen künftig zusätzlich eine seelsorgliche Aufgabe: In der Kirche St. Georg wurden für das Erzbistum Köln am Donnerstag sieben Frauen und Männer als „Begleiterinnen und Begleiter in der Krankenhausseelsorge“ beauftragt. Es ist bereits der vierte Ausbildungskurs dieses noch jungen Modells, das Seelsorge stärker im Klinikalltag verankern soll. Die Teilnehmenden arbeiten hauptberuflich bereits in Krankenhäusern und werden künftig mit einem Stundenkontingent für seelsorgliche Begleitung freigestellt. Die Weiterbildung umfasste vier mehrtägige Module zu Spiritualität, dem Krankenhaus als Ort von existenzieller Erfahrung, Kommunikation und Elementen der Seelsorgepraxis.

Mut gewürdigt

In seiner Predigt würdigte Diözesan-Krankenhauspfarrer Johannes Meißner besonders den Mut der neuen Begleitenden. Sie würden künftig Räume betreten, „in denen Angst, Unsicherheit, manchmal auch Schmerz, sogar Abschied“ präsent seien. Und trotzdem gingen die Frauen und Männer hinein, sagte Meißner, „nicht mit großen Lösungen, sondern oft nur mit ihrer Gegenwart.“ Gerade darin zeige sich christliche Seelsorge: „Dass sie bleiben, wenn es schwer wird.“

Beim anschließenden Empfang betonte Diözesan-Caritasdirektor Dr. Frank Hensel die Bedeutung des Projekts für die Zukunft der Kirche. Die Gruppe der qualifizierten Begleitenden werde größer, während anderes kleiner werde. Das Modell sei ein gemeinsamer Weg von Erzbistum, Caritas und katholischen Klinikträgern. Die neuen Begleitenden ergänzten die hauptamtliche Krankenhausseelsorge, ersetzten sie aber nicht: „Sie sind eine wunderbare Bereicherung“, sagte Hensel.

Auch die Absolventinnen und Absolventen selbst beschrieben ihre Motivation sehr persönlich. Schwester Litty von den Schwestern vom Heiligsten Herzen Jesu arbeitet seit 17 Jahren in der Pflege im Gemeinschaftskrankenhaus Bonn. Künftig wird sie zehn Prozent ihrer Arbeitszeit für die Seelsorge einsetzen. Einem Menschen zuhören, Trost, Halt und Orientierung zu geben, sei ihr ein wichtiges Anliegen. Damit wolle sie auch zeigen: „Da ist jemand, der an dich denkt.“

Seelsorgelandschaft wird bunter

Florian Müller vom Cellitinnen-Krankenhaus St. Hildegardis in Köln-Lindenthal und dort Pfleger im Schlaflabor, verweist zugleich auf den Wandel in der Krankenhausseelsorge. Viele hauptamtliche Kräfte gingen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Deshalb brauche es neue Wege und Menschen, die christliche Begleitung im Klinikalltag lebendig hielten.

Für Krankenhauspfarrer Meißner sei genau das entscheidend: „Die Seelsorgelandschaft wird bunter, vielfältiger“, sagte er. Die qualifizierten Begleitenden seien Ausdruck eines „gelebten Christseins“, das Menschen gerade in Krisensituationen unmittelbar erfahren könnten.

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