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Neue geistliche Chormusik begeistert in Abtei Brauweiler:Preisträgerkonzert von internationalem Kompositionswettbewerb „Musica Sacra Nova“

Preisverleihung beim internationalen Kompositionswettbewerb in der Kategorie A in der Abtei Brauweiler: Wettbewerbsleiter Michael Utz (von links), der stellvertretende Generalvikar Pfarrer Dr. Tobias Schwaderlapp, die Preisträger Anej Cerne (Slowenien), Jakub Siekierzynski und Grzegorz Wijas (beide Polen), Jurymitglied Prof. Dr. Pawel Lukaszewski und Peter Heesen (Vorsitzender des Freundeskreis Abtei Brauweiler).
Datum:
2. Juni 2026
Von:
Newsdesk/hms
Mit einem festlichen Chorkonzert in der Abtei Brauweiler wurden am Samstag (30. Mai) die Preisträger des internationalen Kompositionswettbewerbs „Musica Sacra Nova“ ausgezeichnet. Der Wettbewerb, der vom Erzbistum Köln maßgeblich unterstützt wird, zählt zu den bedeutenden Plattformen für zeitgenössische geistliche Chormusik und verzeichnete in diesem Jahr 81 Einsendungen aus 19 Ländern.

Erstmals wurde zudem eine neue Kategorie für Kinderchöre ausgeschrieben. Die Uraufführung der prämierten Werke sowie jeweils einen freien Konzertteil übernahmen zwei profilierte Vokalensembles: Der Mädchenchor am Kölner Dom unter Leitung von Oliver Sperling und der Kammerchor Saarbrücken, der von Georg Grün geleitet wird.

Wettbewerbsleiter Michael Utz würdigte die Uraufführung der ausgezeichneten Werke als eigentlichen Höhepunkt des Wettbewerbs. „Erst im Klang entfalten Kompositionen ihre volle Ausdruckskraft und treten in einen Dialog mit den Ausführenden und dem Publikum“, sagte er. Geistliche Chormusik blicke zwar auf eine jahrhundertelange Tradition zurück, sei aber zugleich „keine abgeschlossene Kunstform“. Vielmehr lebe sie von neuen Ideen, neuen Ausdrucksweisen und dem Mut, „die Fragen unserer Zeit musikalisch zu reflektieren“. Die neue Kategorie für Kinderchöre passe besonders gut zum kirchenmusikalischen Profil des Erzbistums Köln und dessen Engagement für die Förderung junger Sängerinnen und Sänger.

Als stellvertretender Generalvikar hob Pfarrer Dr. Tobias Schwaderlapp die besondere Bedeutung der Kirchenmusik für die Glaubensverkündigung hervor. Sie sei nicht bloß „dekorativer Rahmen“, sondern „Herzschlag der Verkündigung“. In der geistlichen Chormusik werde der biblische Text „nicht nur gesprochen, sondern gesungen“ und dadurch zu Klang, Atmosphäre und innerem Bild.

Den Komponistinnen und Komponisten sprach er eine besondere Verantwortung zu: „Sie schaffen Werke, in denen Menschen den Glauben neu hören, vielleicht zum ersten Mal verstehen oder erahnen können.“ Der Wettbewerb „Musica Sacra Nova“ fördere deshalb nicht nur musikalische Talente, sondern schenke der Kirche auch „neue Gebete“ für Kinder-, Jugend- und Erwachsenenchöre.

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